Vorbildliche Bedingungen

In Köln fand der neu ausgerichtete Wettbewerb um den Deutschen Dirigentenpreis statt – mit einem Schwerpunkt in der Oper

Opernwelt - Logo

Erstmals wurde der Deutsche Dirigentenpreis in diesem Jahr als internationaler Wettbewerb ausgeschrieben. Inhaltlich entscheidend war eine Öffnung in Richtung Oper. Die Kandidaten hatten nicht nur ein anspruchsvolles Konzertprogramm zu bewältigen, das von Haydn bis zu Messiaens «Chronochromie» und Birtwistles extrem schwerem «Silbury Air» reichte. Sie mussten sich auch in der Oper bewähren: Das Finale des zweiten Akts aus Mozarts «Figaro» stand ebenso zur Auswahl wie Ensembles von Verdi und Puccini oder die Bibelszene aus Bergs «Wozzeck».

Impulsgeber und Motor für diese breite und anspruchsvolle Ausrichtung des Wettbewerbs war Lothar Zagrosek, der im veranstaltenden Deutschen Musikrat den Beirat für das Dirigentenforum leitet und nun der Jury vorstand.

Zagrosek war es auch, der die beteiligten Institutionen für den Wettbewerb gewinnen konnte: die Kölner Philharmonie als Austragungsort, das WDR Sinfonieorchester und die Oper Köln, die nicht nur Sängerinnen und Sänger zur Verfügung stellte, sondern auch deren Einstudierung übernahm, das sonst hauptsächlich in der Oper tätige Gürzenich-Orchester (im Rahmen von Opern-Diensten) zur Verfügung stellte und die ebenfalls neu eingerichtete ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2017
Rubrik: Magazin, Seite 84
von Stephan Mösch

Vergriffen
Weitere Beiträge
Dramen der Macht

Die Dramaturgie der Macht, die sich Markus Hinterhäuser für den Neustart der Salzburger Festspiele ausgedacht hat, lebt von einem Doppelsinn. Was als Strategie des Programms vielleicht doch etwas unverbindlich daherkommt, fesselt im Detail der ausgewählten Stücke umso mehr. Denn selbstverständlich folgt die Macht ihrer eigenen Dramaturgie. Für das, was Macht mit...

Zurückgeträumt

Sobald sie eine neue CD herausbringen, schwärmen Sänger PR-versiert über die «Erfüllung eines lang gehegten Traums» – wie jetzt Jonas Kaufmann über seine unter dem Titel «L’Opéra» veröffentlichte Anthologie mit zwölf Arien und zwei Duetten aus 13 französischen Opern: «The grand French opera is very close to my ­heart.» Auf der Bühne erfüllte der Tenor sich diese...

Ohne &, please!

Sie wollen ihn ganz alleine, ohne den notorisch davorgeklemmten Namen seines Librettisten William Schwenck Gilbert: Die Mitglieder der 2009 gegründeten Deutschen Sullivan-Gesellschaft sind davon überzeugt, dass es sich lohnt, Sir Arthur nicht nur als Teil eines der berühmtesten Duos der Operngeschichte zu betrachten, sondern als umfassend kompetenten Komponisten,...