Universell verwertbar

Plácido Domingo schickt Federico Moreno Torrobas Zarzuela «Luisa ­Fernanda» um die Welt

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Bevor das Musical seinen kommerziellen Siegeszug antrat, war die beliebteste und einträglichste Form des Musiktheaters zweifellos die Operette. Freilich lockte das Genre – was gern übersehen wird – nicht bloß an der schönen blauen Donau. Während die Österreicher der k. u. k.-Monarchie ihre Sträu­ße feierten und Paris sich über den beißenden Witz des deutschen Immigranten Offenbach amüsierte, machten im viktorianischen London Gilbert & Sullivan mit paro­distisch-schmissigen operettas Furore. Auch in Spanien wurde die (bereits am Hof Philips IV., also seit dem 17.

Jahrhundert gepflegte) leichte Opernmuse für das Volk wachgeküsst: Gerónimo Giménez (1854-1923), Federico Moreno Torroba (1891-1982) und andere Komponisten würzten die in Madrid entstandene Zarzuela mit Elementen der Opéra comique, einigen Verismo-Prisen und iberischer Folklore – und trafen damit genau den Gusto eines nach Melodramen und schönen Melodien verrückten Publikums.
Allerdings blieb die Popularität der Zarzuela weitgehend auf Spanien und Lateinamerika beschränkt. Dass sie heute auch in Tokio, New York oder Berlin zur Kenntnis genommen wird, hat in nicht geringem Maße mit dem Einsatz Plácido Domingos zu tun. In ...

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Opernwelt August 2007
Rubrik: DVDs, Seite 60
von Albrecht Thiemann

Vergriffen
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