Und auf einmal ging es steil bergauf

Wie die elsässische Opéra national du Rhin zum internationalen Standard aufschloss. In diesem Jahr wird sie 40 Jahre alt

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Das konnte nur anders, nur besser werden. Der Blick ins Archiv ruft geradezu grauslige Erinnerungen wach. 1971/72: erst Wagners «Tristan», vom einst großen Titelsänger Wolfgang Windgassen als Regisseur schmählich vertan, dann Gounods «Roméo et Juliette», auf der Szene desaströs vermurkst. Beide Male mit einem älteren Kapellmeister am Pult, der den Geist der Werke auch nicht andeutungsweise traf.



Das muss besser werden, mögen sich die Straßburger Verantwortlichen gesagt haben, als sie zusammen mit ihren Kolleg(inn)en aus Mulhouse und Colmar zur Gründung der Opéra du Rhin schritten und eine Idee wahr machten, die dem Kulturministerium in Paris so gut gefiel, dass es freudig Zustimmung signalisierte und weit üppigere Subventionen als bis dato fließen ließ. Und es wurde besser, rundherum. 1997 war es dann so weit, dass dem Namen des Drei-Städte-Unternehmens das wichtige Adjektiv «national» hinzugefügt werden durfte. Der deutsche Gast passierte immer erwartungsfroher den Platz vor der Straßburger Universität, überquerte die in zaubrisches Licht getauchte Ill und erreichte die barockgesäumte Place Broglie immer optimistischer.

1980. 21. März. «La Traviata», inszeniert und ausstaffiert von ...

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Opernwelt Februar 2012
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Heinz W. Koch

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