Über Grenzen hinweg
Begibt man sich auf die Suche nach den vielgerühmten «Meilensteinen» der Musikgeschichte, darf dieses Datum nicht fehlen. Am 24. Februar 1607 erlebte Claudio Monteverdis erste Oper «L’Orfeo» ihre Uraufführung – unter Schirmherrschaft des Thronfolgers Francesco Gonzaga, vor Mitgliedern der Accademia degli Invaghiti sowie einer illustren Hofgesellschaft, leider nur konzertant; die beengten räumlichen Verhältnisse in den Gemächern der Ferrareser Herzoginwitwe Margherita Gonzaga d’Este ließen eine szenische Realisierung nicht zu. Doch das störte niemanden.
Zu gewaltig war die Wirkung dieser Musik, die alles bis dahin Gehörte locker in den Schatten stellte. Mochte die Oper einige Jahre zuvor geboren sein (präzise: am 6. Oktober 1600 in Florenz, mit Jacopo Peris «Euridice»), an diesem Februarabend im herzoglichen Palazzo erlebte sie ihre erste Sternstunde.
Hört man die Aufnahme der von Leonardo García Alarcón geleiteten Cappella Mediterranea mit herausragenden Solisten und dem fabelhaften Chœur de chambre de Namur (Einstudierung: Thibault Lenaerts), wird man auf seltsame Weise in diese ferne Zeit zurückkatapultiert. Gleich in den ersten Takten der einleitenden Toccata öffnet sich ein ...
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Opernwelt Januar 2022
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Jürgen Otten
alpha
01.01. – 16:00 Uhr
Berliner Philharmoniker – Galakonzert 2012
Mit Cecilia Bartoli (Mezzosopran), Jonathan Kelly (Oboe), Gábor Tarkövi (Trompete) und Simon Rattle (Musikalische Leitung)
02.01. – 21:45 Uhr
Galakonzert
Mit Lang Lang (Klavier), Mariss Jansons (Musikalische Leitung) und dem BR-Symphonieorchester
16.01. – 21:45 Uhr
Gardiner dirigiert Chabrier
Das...
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Katjas Schicksal vollzieht sich in klaustrophobischer Enge. Drei identische Räume werden 100 Minuten lang über die Bühne geschoben. Wenn die Handlung kulminiert, öffnen sich große Tore, durch die Nebel dringt. Ein Draußen gibt es nicht, jedenfalls kein sichtbares. Ein schlüssiger Ansatz, doch die dramaturgischen Verluste sind enorm. Schon als Hobby-Meteorologe kann...
