Salzburg 2013
So viel Salzburg war noch nie. 220 Aufführungen sollen während der Sommerfestspiele 2013 stattfinden, an 45 Tagen. Alexander Pereira hat für seine zweite Saison die Sponsorengelder von 8,5 auf 13,5 Millionen Euro erhöhen können. Das ist genau so viel Geld, wie die öffentliche Hand für Österreichs Vorzeigefestival bereithält. Auch diese Konstellation ist neu.
Ende 2012 reiste Alexander Pereira mit Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf um die Welt, um das persönlich zu kommunizieren.
Sinn dieser radikalen Globalvermarktung dürfte vor allem sein, weitere Sponsoren zu finden. Für jemand wie Pereira ist bekanntlich immer noch Luft nach oben.
Was die künstlerischen Pläne für 2013 betrifft, stehen – wie sollte es anders sein – Verdi und Wagner im Mittelpunkt, wobei die Frühwerke Nabucco und Rienzi konzertant gespielt werden. Stefan Herheim inszeniert Die Meistersinger, Peter Stein Don Carlo. Verdis Giovanna D’Arco (mit Anna Netrebko und Plácido Domingo) wird flankiert von Walter Braunfels’ Jeanne D’Arc (mit Juliane Banse), im Schauspiel inszeniert Michael Thalheimer parallel dazu Schillers Jungfrau von Orleans. Weil György Kurtág mit seinem ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Januar 2013
Rubrik: Magazin, Seite 73
von Redaktion Opernwelt
Johoo – und ’ne Buddel Rum» – das wilde Piratenlied durchzieht quasi als Leitmotiv die Kinderoper Die Schatzinsel nach dem Abenteuer-Klassiker von Robert Louis Stevenson. Das Opernhaus Zürich unter seinem neuen Intendanten Andreas Homoki hat sie Frank Schwemmer (Homoki hat ihn sozusagen aus Berlin mitgebracht) und dem Librettisten Michael Frowin in Auftrag gegeben...
Als Wagner die innere und äußere Dimension des Tristan-Projekts zu spüren begann, bekam er Angst: Den Text könne doch Geibel schreiben und Liszt ihn vertonen, ließ er verlauten, er jedenfalls stünde dafür nicht zur Verfügung. Das klang nach Notwehr. Je mehr die Sache in ihm wuchs, desto radikaler spielte er sie herunter – auch vor sich selbst. Ein «durchaus...
Was die Festspiele in Bayreuth zum großen Jubiläum spielen, ist bekannt: vor allem einen neuen Ring (Kirill Petrenko, Frank Castorf); über die BF-Medien GmbH auch Wagners drei Frühwerke (in der Oberfrankenhalle). Was aber passiert sonst 2013 in Bayreuth? «Da steckt Wagner drin», lautet das Motto. Das Programm beginnt am 6. Januar mit einer von Mnozil Brass...
