Potpourri

Cardiff, MacMillan: The Sacrifice

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James MacMillans zweite Oper spielt mit dem Mythos, doch die Handlung ist in der nahen Zukunft angesiedelt, in einem Schottland oder Britannien, wo Gewalt die Gewalt regiert. Die Führer zweier verfeindeter Parteien wollen Frieden schließen. Eine Bedingung für den Deal: Sian, die Tochter des Generals, heiratet dessen langjährigen Rivalen Mal. Doch Sians früherer Liebhaber Evan sperrt sich gegen das Arrangement.

Während einer Art Krönungszeremonie, der Klimax des Plots, erschießt er Gwyn, den ältesten Sohn aus Sians Verbindung mit Mal – als Thronfolger sollte er die nationale Versöhnung besiegeln.
«Ines de Castro», die erste Oper von MacMillan, war ein einfältiges Mittelalter-Machwerk. Das neue Opus wirkt wie ein melodramatisches Potpourri nach dem Muster von Verdis «Il trovatore». Die wirksame Mischung aus diversen musikalischen Stilen kommt sehr gut an – auch wenn sie dramaturgisch schludrig gearbeitet ist. MacMillans Instrumentierungskunst verrät ein kühnes Ohr, die besten Momente erreicht er oft mit einfachsten Mitteln: Das Duett von Sian und Evan zu Beginn des zweiten Akts etwa ist eine zwar altmodische, doch effektiv komponierte Opernnummer. Leigh Melrose und Lisa Milne machen ...

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Opernwelt Dezember 2007
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Tom Sutcliffe

Vergriffen
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