Nebelschwaden

Luz: 4½ Jahreszeiten
BASEL | THEATER

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Ein Mann schlurft im graublauen Arbeitskittel auf die Bühne und stutzt angesichts des offenbar unerwarteten Publikums. Die Szene kennt man so ähnlich aus dem Theaterkabarettstück «Die Sternstunde des Josef Bieder», bei dem ein Requisiteur ungewollt zum Entertainer wird. Aber im Programmheft steht ausdrücklich: «Wenig Text in deutscher und englischer Sprache.» Und außerdem steht da: «Konzept, Inszenierung, Bühne, Video – Thom Luz».

Insofern muss gar nicht mehr erwähnt werden, dass es auch keine Handlung im hermeneutischen Sinne gibt.

Dafür steht der Name des einstigen Basler Hausregisseurs unter Andreas Beck und nunmehr in gleicher Eigenschaft am Münchner Residenztheater Beschäftigten: für Überschreibungen, für Theater nach einem mitunter kaum zu ergründenden Kompass. In «4½ Jahreszeiten – Eine Sinfonie-Überschreibung mit Zwischentönen» am Theater Basel geht alles von einer Orchesterprobe aus. Auf dem Programm: Haydns Oratorium «Die Jahreszeiten». Obwohl – da sind die Musikerinnen und Musiker sich offenbar nicht ganz einig; manche würden es wohl gerne auch mit den «Vier Jahreszeiten» von Antonio Vivaldi versuchen. Doch der Dirigent bleibt unerbittlich und schickt, nachdem er die ...

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Opernwelt November 2021
Rubrik: Panorama, Seite 47
von Alexander Dick

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