Mühelos, zwanglos

Respighis Musik hat größere Aufmerksamkeit verdient, ein weiterer Beweis ist die Kurzoper «Maria Egiziaca»

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Ottorino Respighis Musik ist eine Region auf der musikalischen Landkarte, die der vollen Entdeckung und Würdigung noch harrt. Einsame Gipfel daraus grüßen weit ins Land, vor allem die Tondichtungen für großes Orchester «Feste», «Fontane» und «Pini di Roma». Sie begründeten den Ruf eines populären Komponisten, dem, wohl als Antwort auf die wirkungsvolle Klangentfaltung dieser Werke, gern, aber ohne Belege, eine Nähe zum Faschismus nachgesagt wurde.

Nach und nach fällt der Blick auf jene Teile eines umfangreichen Œuvres, die bis dato im Schatten der «Römischen Trilogie» standen. Vergangene Weihnachten erschien die wundersame Pastorale «Lauda per la natività del signore» auf CD, gesungen vom Chor des Bayerischen Rundfunks, dirigiert von Howard Arman; «Il tramonto» für Gesang und Streichquartett wurde sowohl von Anne Sofie von Otter als auch von Nina Stemme der Vergessenheit enthoben; vor zwei Jahren landete die Deutsche Oper Berlin mit «La fiamma», Respighis letzter vollendeter Oper, einen großen Erfolg. Was ist in diesen Stücken zu entdecken? Ein Komponist, der souverän über eine breite instrumentale Farbpalette verfügt, weite dramaturgische Zusammenhänge zu gestalten versteht, ...

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Opernwelt Mai 2026
Rubrik: Medien, Seite 47
von Clemens Haustein

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