Mühelos, zwanglos
Ottorino Respighis Musik ist eine Region auf der musikalischen Landkarte, die der vollen Entdeckung und Würdigung noch harrt. Einsame Gipfel daraus grüßen weit ins Land, vor allem die Tondichtungen für großes Orchester «Feste», «Fontane» und «Pini di Roma». Sie begründeten den Ruf eines populären Komponisten, dem, wohl als Antwort auf die wirkungsvolle Klangentfaltung dieser Werke, gern, aber ohne Belege, eine Nähe zum Faschismus nachgesagt wurde.
Nach und nach fällt der Blick auf jene Teile eines umfangreichen Œuvres, die bis dato im Schatten der «Römischen Trilogie» standen. Vergangene Weihnachten erschien die wundersame Pastorale «Lauda per la natività del signore» auf CD, gesungen vom Chor des Bayerischen Rundfunks, dirigiert von Howard Arman; «Il tramonto» für Gesang und Streichquartett wurde sowohl von Anne Sofie von Otter als auch von Nina Stemme der Vergessenheit enthoben; vor zwei Jahren landete die Deutsche Oper Berlin mit «La fiamma», Respighis letzter vollendeter Oper, einen großen Erfolg. Was ist in diesen Stücken zu entdecken? Ein Komponist, der souverän über eine breite instrumentale Farbpalette verfügt, weite dramaturgische Zusammenhänge zu gestalten versteht, ...
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Opernwelt Mai 2026
Rubrik: Medien, Seite 47
von Clemens Haustein
Nach einem halben Jahr kommt wieder ein Korb voller Überraschungen aus London: mit dem siebten Album der Gesamtaufnahme von Donizettis Sololiedern. Für den krönenden Abschluss des Opera Rara-Projekts fehlt nur noch eine Aufnahme; diese sollte im Herbst erscheinen.
Man stelle sich vor, kürzlich habe eine Spürnase in einem abgelegenen Kloster 15 völlig unbekannte...
Nach dem mächtigen Impuls der letzten Spielzeit, als sich die Staatstheater in Karlsruhe, Meiningen und Schwerin der von Sturm, Meereswogen und menschlichen Leidenschaften durchbrausten dritten Oper von Ethel Smyth angenommen hatten, reüssieren «The Wreckers» nun ein weiteres Mal. Nicht aber im Deutsch der Leipziger Uraufführung von 1906, sondern, wie drei Jahre...
Leicht müsse man sein, «mit leichtem Herzen und leichten Händen, halten und nehmen, halten und lassen …», singt die Feldmarschallin im ersten Aufzug des «Rosenkavaliers». Auch in der Heidelberger Inszenierung von Andrea Schwalbach ist Leichtigkeit das Schlüsselwort. Als «Komödie für Musik» haben der Komponist und sein Textdichter Hugo von Hofmannsthal das Stück...
