Mit vollem Risiko
Es ist eine seit Jahrzehnten, erst auf Langspielplatte, dann auf CD vertriebene Referenzaufnahme: «Tannhäuser» wurde 1962 bei den Bayreuther Festspielen unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch mitgeschnitten, Wolfgang Windgassen sang die Titelpartie, Anja Silja die Elisabeth, Grace Bumbry war die berühmte «Schwarze Venus», Eberhard Wächter der Wolfram.
Die Premiere von Wieland Wagners (zweiter) Bayreuther Inszenierung fand jedoch 1961 statt – mit leicht, aber entscheidend veränderter Besetzung, zu der Victoria de los Angeles als Elisabeth und Dietrich Fischer-Dieskau als Wolfram gehörten. Ein Mitschnitt der Premiere von 1961 kursierte bislang auf dem Graumarkt. Nun hat das Label Orfeo in Zusammenarbeit mit den Festspielen einen Rundfunkmitschnitt vom 3. August 1961 herausgebracht, der bislang nicht zugänglich war.
Ein wichtiger Baustein der Bayreuther Diskografie. Wolfgang Sawallisch gelang nämlich an jenem Abend eine überaus plastische Interpretation, die gegenüber der Fassung von 1962 risikoreicher und theatralisch knisternder ausfiel. Schon beim ersten Erklingen des Pilgerchores – in der Ouvertüre – scheint das Orchester zu sprechen. Bis zum großen Chorfinale dominiert die ...
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Opernwelt Januar 2015
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 24
von Stephan Mösch
Glucks erste große Reformoper, in deren Zentrum der mythische Sänger Orpheus steht, kennt man in zwei Fassungen – der 1762 in Wien uraufgeführten italienischen Azione teatrale und der 1774 in Paris aus der Taufe gehobenen französischen Tragédie-opéra. Dass es noch eine dritte gibt, war bisher nur Spezialisten bekannt. Als Gluck 1769 den Auftrag annahm, für Parma im...
ARD-ALPHA
4.1. – 11.00 Uhr
Lorin Maazel dirigiert
Mozart: Symphonie g-moll KV 183; Symphonie C-Dur KV 551; Violinkonzert A-Dur KV 219, Solist: Ingolf Turban.
6.1. – 11.00 Uhr
Marcello Viotti stellt vor:
Ravel: Ma Mére l’oye.
6.1. – 20.15 Uhr
Strauss: Der Rosenkavalier.
Salzburger Festspiele 2014. Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst, Inszenierung: Harry Kupfer....
Neben Krimis und Talkshows sind Sitcoms ein Evergreen heutiger Fernsehprogramme. Warum also nicht einmal dieses Genre als Muster für zeitgenössisches Musiktheater verwenden? Dieser Überlegung verdankt sich das für das Festival Wien Modern entstandene szenische Projekt «Das Leben am Rande der Milchstraße». Geschrieben haben es der Komponist Bernhard Gander und die...
