Mamma Mia
An Eleganz übertrifft es alle anderen. Es ist das schönste Opernhaus, das in den letzten Jahren gebaut wurde. Es steht im chinesischen Qingdao, früher unter dem Namen Tsingtau bekannt, eine Stadt mit deutscher Prägung aus der Kaiserzeit. Deutsche Architekten haben es entworfen: Die Pläne lieferte das Büro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) aus Hamburg.
Opernhäuser gehören zu den Prestigeprojekten, die sich die rasant wachsenden chinesischen Millionenstädte zulegen.
Wie Flughäfen, Messegelände und Bahnhöfe werden sie – nach international ausgeschriebenen Wettbewerben – meist von ausländischen Architekten konzipiert und betreut. Peking machte den Anfang mit Paul Andreus Oper(n-Ei). In Guangzhou wurde unlängst das spektakuläre Opernhaus von Zaha Hadid eröffnet, zwei weitere Häuser in Chongqing und Tianjin stammen gleichfalls aus den gmp-Büros.
Qingdao liegt am Gelben Meer mit dem Gebirge des heiligen Bergs Laoshan als Hintergrundkulisse. Die oft von Wolken umhüllten Berge haben die Architekten zu einem metaphorischen Entwurf inspiriert. Die vier «Felsen» der mit örtlichem Naturstein verkleideten Baukörper werden von einem wolkengleichen Kragdach aus Lamellen umspielt, die in der ...
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Opernwelt Dezember 2011
Rubrik: Magazin, Seite 78
von Falk Jaeger
Frau Doufexis, hat Ihr Mann Christian Jost schon Veränderungen an Ihnen wahrgenommen, seit Sie Carmen proben?
Na, hören Sie mal... (lacht). Ich bin doch glücklich verheiratet! Wenn ich mich mit jeder Rolle verändern würde... Nur mit einer Sache habe ich noch zu kämpfen: mit den Kastagnetten. Das muss noch besser werden.
War die Frage abwegig?
Eigentlich nicht. Man...
Wer sich so nach dem Tod sehnt wie Tristan kann in dieser Welt immer nur ein Unbehauster, Heimatloser bleiben. Gefangen in einer Zwischenwelt, einem Umzug, der nicht enden will. Als solchen Umzug inszeniert Regisseurin Yona Kim, 2011 für den Deutschen Theaterpreis «Der Faust» nominiert, Wagners Oper in Braunschweig: Plastikplanen hängen von der Decke, überall...
Ausgerechnet die Uckermark, das denkt er sich heute belustigt. Ein Exil, durch das Hans-Jürgen von Bose auf Jahre hin zur Randexistenz verdammt war. Die Kontakte schliefen ein, die Kompositionsaufträge versickerten. Gut, da war die Pension der Münchner Musikhochschule für ihren Ex-Professor. Aber kann das einen Hochkreativen befriedigen? Hans-Jürgen von Bose...
