Märchenzauber und satirischer Witz
Sullivan ohne Gilbert – geht das, gibt’s das? Ja, wie uns der Mitschnitt seiner letzten fertiggestellten komischen Oper «The Rose of Persia» zeigt, die 1899 am Londoner Savoy Theatre erfolgreich uraufgeführt wurde. Irgendwann hatte sich Arthur Sullivan (1842-1900) mit seinem langjährigen Librettisten und Geschäftspartner William Schwenck Gilbert, dessen Arbeiten er jetzt als «Marionettentheater» empfand, etwas auseinandergelebt. Der deutlich jüngere Basil Hood, der sich nach einer Militärkarriere dem Unterhaltungstheater verschrieben hatte, sollte an seine Stelle treten.
Hood ließ sich von den Märchen aus «Tausendundeine Nacht» inspirieren und fand einen geeigneten Opernstoff in der «Geschichte vom Schlafenden und Wachenden», die Quelle auch für zahlreiche andere Opern war, man denke an Webers «Abu Hassan», Adams «König für einen Tag» oder Wolf-Ferraris «Sly». Das Libretto ist allerdings so verwickelt, dass der Booklet-Autor Eckhardt van den Hoogen zwölf eng bedruckte Spalten benötigt, um den Inhalt nachzuerzählen. Und diese Zusammenfassung ist durchaus notwendig, da in der vorliegenden Aufnahme die langwierigen gesprochenen Dialoge ausgespart bleiben.
Drei Handlungsstränge ...
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