Männerwirtschaft

Donizetti: Don Pasquale
Düsseldorf | Deutsche Oper am Rhein

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Rolando Villazón ist ein Garant für Gesprächsstoff. Den hat er weit vor seinem Regie-Beginn den Düsseldorfern auch geliefert. Mit einem stadtweiten Aufruf, Kleider (gerne auch Lackstiefel für beide Geschlechter) und Accessoires aus den 1970ern abzugeben!

Alles beginnt in einem verstaubten Atelier, eher 19. als 20. Jahrhundert. Alte Schinken auf Staffeleien: Mona Lisa, die Venus (nackt, liegend, sitzend) sowie Delacroix’ barbusige Revolutionsallegorie, die mit der Tricolore wedelnd über Leichen stürmt.

Männerfantasien! Kunstmäzen Don Pasquale, in rotbraunem Samtanzug, hat zwar Rückenprobleme, greift sich immer wieder schmerzvoll ans Gesäß, will aber jung heiraten. Dottore Malatesta, eine Mischung aus Harry Potter und David Lynch, ist mit Pillen, Fieberthermometer und virtuos gehandhabtem Stethoskop behilflich. Doch in die attraktive Witwe Norina hat sich Don Pasquales Neffe verguckt. Beide sind arm, deswegen können sie nicht heiraten. Also muss der Doktor, damit Ernesto erbt, den guten Pasquale auch von seinen Eheplänen kurieren. Und bevor die nötige Intrige einer höllischen Scheinehe greift, muss Ernesto schön leiden. Der junge Rumäne Ioan Hotea macht seine Sache gut, verfügt aber ...

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Opernwelt Juni 2017
Rubrik: Panorama, Seite 43
von Sabine Weber

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