Lortzing: Undine
Wenn in Claudia Doderers Inszenierung von Lortzings Zauberoper «Undine» am Ende die Wassergeister eine Menschenhochzeit stören, dann wanken sie hinter einem durchsichtigen Schleier wie weich umflutete Schlingpflanzen. Da spürt man die Personalunion von Regisseurin und Ausstatterin, die sich nicht nur einen fein von unten schimmernden Boden gebaut hat, sondern auch Kulissen wie aus dem Marionettentheater. Die mittelalterliche Welt der Menschen illustrieren gemalte Burgzinnen, Schattenrisse deuten einen Wald an, abstrakte Tore die Grenzen zwischen irdischer und Geisterwelt.
Weil das alles sehr poetisch beleuchtet wird, ist die Märchenwelt von Friedrich de la Motte Fouqués Erzählung aus dem Jahr 1811, aus der Lortzing 1844 die Handlung destillierte, stets gegenwärtig.
Claudia Doderer misstraut der Spielopern-Konvention. Also hat sie die gesprochenen Texte eliminiert und beweist, dass die Handlung auch so funktioniert. Mutig setzt sie dabei auf Farben und naive Schaulust. Wie für den Zeichentrick choreografiert sind die zahlreichen buffonesken Szenen, die das Märchen von der Liebe einer Wassernixe zu einem Menschen-Mann umranken, der zugleich eine exzentrische Fürstin ...
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Prokofjews «Peter und der Wolf» (1936) zählt zu den Klassikern eines für Kinder konzipierten Hörtheaters. Die Geschichte des kleinen Jungen, der sich über die Gebote des Großvaters hinwegsetzt, den schützenden Hof verlässt, um mit seinen Tierfreunden die gefährliche Welt draußen zu erkunden, liegt in unzähligen Audio- und Filmversionen vor. Namhafte Dirigenten und...
