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Die Lage hat sich weiter zugespitzt. Konfrontiert mit wachsenden Defiziten der New Yorker Metropolitan Opera, nahm sich Intendant Peter Gelb vor, die Personalkosten drastisch zu senken – und forderte von den Mitarbeitern einen Lohnverzicht in Höhe von 16 Prozent (siehe OW 6/2014). Die Musiker hingegen werfen Gelb vor, das Geld für teure, aber schlecht laufende Produktionen zu verschleudern. Nun lief der alte Tarifvertrag aus.
Da sich das Management bis zum Stichtag (31.
Juli) nur mit drei der mehr als ein Dutzend Gewerkschaften einigen konnte – den Bühnenarbeitern, den Sicherheits- und den Reinigungskräften, nicht aber mit dem künstlerischen Personal – drohte Gelb mit Aussperrung. Das gab’s zuletzt 1980. Die Folgen, etwa eine teure Verschiebung des Saisonbeginns, wollte er dann aber doch nicht riskieren. Die Frist für die Verhandlungen wurde mehrfach verlängert, der US Federal Mediation and Conciliation Service vermittelt, ein externer Gutachter bewertet die Finanzen. Danach wird weitergestritten.
Wir bleiben dran.
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Opernwelt September/Oktober 2014
Rubrik: Logout, Seite 101
von WR
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