Liebesbande

Donizetti: Il Pigmalione
Martinů: Ariane
Duisburg | Theater

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Im Gebälk blitzt es. Die Götter machen Radau, fordern Aufmerksamkeit. Immerhin haben sie gerade die schöne Galathea von einer Elfenbeinstatue in eine Dame aus Fleisch und Blut verwandelt. Es ist dies die Schlüsselszene in Gaetano Donizettis Opernerstling «Il Pigmalione». In Duisburg misslingt sie leider. Denn schon von Beginn an spaziert Galathea (schillernd: Lavinia Dames), Liebesideal ihres Schöpfers Pygmalion, quicklebendig über die Bühne.

Und mit ihr sämtliche sonstige Figuren in der Werkstatt des Bildhauers, die da pausenlos zwischen antikisierten Säulen und wallenden Vorhängen (Bühne: Leif-Erik Heine) umherirren.

Das Werk ist einer von zwei Einaktern, die im Rahmen von «Young Director», einer Plattform für Nachwuchsregisseure, an der Deutschen Oper am Rhein gespielt werden. Volker Böhm fehlen die Einfälle, das (zugegebenermaßen schmalspurige) Sujet zu beleben. Durch Lichteffekte und Rauchmaschinerie einerseits, allerlei romantisierendes Gerümpel (regnende Rosen und Kerzenlicht) andererseits versucht er diesen Mangel zu überpinseln. Das Resultat: Seifenopernfeeling. Immerhin beeindruckt Ovidiu Purcel in der Titelpartie mit einer auf Hochglanz polierten Belcantostimme, führt ...

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Opernwelt Juni 2018
Rubrik: Panorama, Seite 36
von Thilo Braun

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