Kongenial verschlankt
Es dauert nicht mehr lange, dann wird die aufwendig gestaltete CD-Buch-Reihe der Stiftung Palazzetto Bru Zane zur unbekannten Geschichte der französischen Oper im 19. Jahrhundert auf 25 Titel angewachsen sein. Dabei ist es gerade mal zehn Jahre her, dass die Archivarbeit, die Erstellung historisch-kritischer Editionen und deren Erprobung in der Konzertpraxis dank der großzügigen Unterstützung einer millionenschweren Mäzenin (Nicole Bru) aufgenommen werden konnten.
Mit der Originalfassung des bereits auf Kommendes verweisenden «Amadis de Gaule» von Johann Christian Bach (1779) ging es los, in rascher Folge erschienen detailliert kommentierte Raritäten von Massenet («Thérèse», «Le Mage»), Saint-Saëns («Les Barbares», «Proserpine»), Méhul («Uthal»), Halévy («La Reine de Chypre»), Spontini («Olimpie») und Werke wenig bekannter Komponisten wie Benjamin Godard («Dante») oder Victorin de Joncières («Dimitri»). Ein beachtlicher Katalog, der zudem bis dato zehn Künstlerporträts in Schrift und Klang umfasst.
Auch Charles Gounod ist mit zwei vergessenen Stücken («Cinq Mars», 1877; «Le Tribut de Zamora», 1881) vertreten. Dass die Stiftung nun auch seine längst fest im Kanon verankerte ...
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Opernwelt Februar 2020
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Albrecht Thiemann
JUBILARE
Helga Thiede studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, wo die Sopranistin als Mitglied des Studios der Staatsoper Unter den Linden debütierte. 1967 wurde sie ans Mecklenburgische Staatstheater Schwerin engagiert, wechselte anschließend ans Landestheater Dessau und 1984 an die Dresdner Semperoper, der sie bis zur...
alpha
02.02. – 21.45 Uhr
Berlioz: Symphonie fantastique
Symphonieorchester des BR, ML: Davis
arte
02.02. – 17.30 Uhr
Beethoven bei der Folle Jounée in Nantes
Am Pult des Orchestre Philharmonique de Radio France: die chinesische Dirigentin Xian Zhang.
02.02. – 23.05 Uhr
Beethovens Neunte
«Wenn jemand von einem anderen Planeten kommt und fragt: ‹Was macht die...
Das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier feiert seinen 60. Geburtstag. Das Haus mit der atemraubenden, taufrischen Ästhetik – die transparenten Glasfoyers, die riesigen, tiefblauen Reliefs von Yves Klein – ist nicht nur eine Architektur-Ikone, sondern war eigentlich immer auch ein Ort der ambitionierten Dramaturgie. Wovon ja schon sein Name kündet, der bewusst...
