Kongenial verschlankt

Christophe Rousset, Les Talens Lyriques und großartige Solisten rehabilitieren die Dialog-Fassung von Charles Gounods «Faust»

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Es dauert nicht mehr lange, dann wird die aufwendig gestaltete CD-Buch-Reihe der Stiftung Palazzetto Bru Zane zur unbekannten Geschichte der französischen Oper im 19. Jahrhundert auf 25 Titel angewachsen sein. Dabei ist es gerade mal zehn Jahre her, dass die Archivarbeit, die Erstellung historisch-kritischer Editionen und deren Erprobung in der Konzertpraxis dank der großzügigen Unterstützung einer millionenschweren Mäzenin (Nicole Bru) aufgenommen werden konnten.

Mit der Originalfassung des bereits auf Kommendes verweisenden «Amadis de Gaule» von Johann Christian Bach (1779) ging es los, in rascher Folge erschienen detailliert kommentierte Raritäten von Massenet («Thérèse», «Le Mage»), Saint-Saëns («Les Barbares», «Proserpine»), Méhul («Uthal»), Halévy («La Reine de Chypre»), Spontini («Olimpie») und Werke wenig bekannter Komponisten wie Benjamin Godard («Dante») oder Victorin de Joncières («Dimitri»). Ein beachtlicher Katalog, der zudem bis dato zehn Künstlerporträts in Schrift und Klang umfasst.

Auch Charles Gounod ist mit zwei vergessenen Stücken («Cinq Mars», 1877; «Le Tribut de Zamora», 1881) vertreten. Dass die Stiftung nun auch seine längst fest im Kanon verankerte ...

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Opernwelt Februar 2020
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Albrecht Thiemann

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