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JUBILARE
Von 1937 bis 1944 erhielt Theo Adam im Dresdner Kreuzchor eine erste, intensive musikalische Ausbildung. Nach dem Abitur wurde er eingezogen und geriet als Soldat der Wehrmacht schließlich in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr arbeitete Adam ab 1946 in seiner Heimatstadt Dresden als Lehrer und nahm gleichzeitig Gesangsunterricht bei Rudolf Dittrich. 1949 debütierte er an der Semperoper als Eremit in Webers «Freischütz». Anfang der 50er-Jahre wurde er Ensemblemitglied der Berliner Staatsoper.
Gastauftritte führten den gefeierten Wagner- und Strauss-Interpreten in den Folgejahren zurück nach Dresden, aber auch auf die andere Seite des Eisernen Vorhangs, nach Wien, London und New York sowie zu den Bayreuther und Salzburger Festspielen. In mehr als 100 Partien war der Bassbariton zu erleben – darunter nicht nur Rollen wie Wotan und Hans Sachs, sondern auch Partien der Moderne wie Bergs Wozzeck, Doktor Schön in «Lulu» oder Cadmos in Henzes «Bassariden». Von 1972 an arbeitete Adam zudem als Opernregisseur u. a. an der Berliner Staatsoper und der Dresdner Semperoper. Im DDR-Fernsehen hatte er ab Ende der 70er-Jahre eine eigene Sendung: «Theo Adam lädt ein». Langjähriges ...
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Opernwelt August 2016
Rubrik: Service, Seite 56
von Marc Staudacher
Es ist nicht klar, wer die Idee zuerst hatte; sie ist nicht neu, aber originell. Wenn Opernsänger jeden Abend so tun, als ob sie lieben und sterben, dazu mit stumpfen Schwertern kämpfen und – in einer Welt aus Holz und Pappe, die so beleuchtet ist, dass sie die Zuschauer für echt halten – Gift trinken, das gar nicht giftig ist: Reicht es dann nicht auch, nur so zu...
Felix Mottl und Gräfin Thun-Salm lernten sich 1901 in Bayreuth kennen. Er war damals ein viel beschäftigter Dirigent der Festspiele und enger Mitarbeiter von Cosima Wagner. Sie stammte aus Böhmen und lebte abwechselnd auf ihren dortigen Besitztümern und in Wien. Es war keine erotische Beziehung, vielmehr eine Art inhaltlich offener Freundschaft, die jedem von...
Das Gedankenspiel hätte ihm gefallen: Nach den Regeln der Quantenmechanik, meinte der Physiker Erwin Schrödinger 1935, könne eine Katze, die man in eine Kammer mit instabilen, sprich: potenziell strahlenden Atomen einschließe, gleichzeitig lebendig und tot sein. Warum? Weil man nicht weiß, wann genau die Kerne zerfallen und ihre radioaktive Energie freisetzen....
