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Jubilare
Michel Brodard wurde 1946 in Fribourg/Schweiz geboren und studierte Gesang am Konservatorium seiner Heimatstadt. Nach seinem Abschluss mit dem Prädikat «summa cum laude» begann er eine rege Konzerttätigkeit, die ihn u. a. durch die Schweiz, nach Deutschland, Frankreich sowie nach Argentinien führte – vor allem als Interpret von Oratorien, Passionen und Messen.
Michel Corboz, Yehudi Menuhin, Helmuth Rilling, Philippe Herreweghe, Jesús López Cobos und Fabio Luisi sind nur einige renommierte Dirigenten, unter deren Stabführung Brodard sein breites Repertoire von Bach bis Ravel entfaltete. Aber auch zahlreiche zeitgenössische Komponisten haben sich um ihn als Uraufführungsinterpreten bemüht. Sein darstellerisches Talent hat Brodard mit Partien in Opern von Paisello, Rossini, Donizetti, Gluck, Bizet, Purcell und Britten unter Beweis gestellt. Auf CD ist er u. a. mit Werken von Monteverdi, Johann Sebastian Bach, Schubert und Ravel zu hören. Ab 1997 unterrichtete er Gesang an der Musikhochschule in Luzern. Am 1. April wird Michel Brodard 70 Jahre alt. Gratulation!
Der russische Bariton Sergei Leiferkus kam 1946 im damaligen Leningrad zur Welt und studierte Gesang am dortigen ...
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Opernwelt April 2016
Rubrik: Service, Seite 52
von Marc Staudacher
Wand an Wand, direkter geht Konkurrenz nicht in der Royal Arcade mit ihrem weißen, viktorianischen Holzstuckwerk. Links, bei «Rino and Company», bekommt es der Herr für 15 Pfund gemacht, die Dame – Waschen, Schneiden, Legen – für 28,99. Kein Mensch da, die beiden Friseurinnen schauen gelangweilt durchs Schaufenster nach draußen. Vielleicht, weil beim Kollegen...
Wenn der fabelhafte John Osborn als Rossinis Otello die Bühne des Theaters an der Wien betritt, stellen wir fest: Kein Blackface. Schwarzer Vollbart, Turban – aber nicht das (heute oft als rassistisch empfundene) schwarz geschminkte Gesicht, mit dem etwa der russisch-jüdisch-amerikanische Jazzsänger Al Jolson am Broadway reüssierte und das für Darsteller wie...
Was ist denn das für eine Attentäterin? Anstatt das zu tun, wozu sie gekommen ist, nämlich den Diktator umzulegen, lässt sie sich von ihm betören – und wirft sich schließlich sogar in die Schusslinie, als die Gattin des Despoten das vollenden will, was sie nicht konnte. Ernst Krenek hat den nur 30 Minuten langen Einakter «Der Diktator», dessen Handlung seltsam...
