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Jubilare
Als Tochter einer Opernsängerin und eines Pianisten in Jamestown/North Dakota geboren, erhielt Judith Beckmann ihre musikalische Ausbildung an der University of Southern California, an der Music Academy of the West in Santa Barbara sowie später bei Lotte Lehmann. Nachdem sie 1961 einen Gesangswettbewerb in San Francisco gewonnen hatte, erhielt sie ein Stipendium, das sie nach Deutschland führte. 1962 debütierte Beckmann am damaligen Nationaltheater Braunschweig in der Rolle der Fiordiligi in Mozarts «Così fan tutte».
Es folgten Engagements an der Deutschen Oper Berlin, an der Bayerischen Staatsoper in München, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, an der Hamburgischen sowie an der Wiener Staatsoper. 1975 wurde die Sopranistin gemeinsam mit Plácido Domingo zur Hamburger Kammersängerin ernannt. Gastauftritte führten sie in den 1970er- und 1980er-Jahren u. a. nach Brüssel, Genf, Venedig, zum Maggio Musicale nach Florenz, nach Covent Garden und San Francisco. Am 10. Mai wird Judith Beckmann 80 Jahre alt. Gratulation!
Die Bühnenkarriere von Peter Haage begann an den Stadttheatern von Ulm (1961-1963) und Lübeck (1963-1968), bevor der Tenor für viele Jahre Mitglied der ...
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Opernwelt Mai 2015
Rubrik: Service, Seite 58
von Marc Staudacher
Der Begriff «Belcanto» scheint auf vieles anwendbar – auch Hunde hat man schon so gerufen. Ihn wörtlich als Schöngesang zu übersetzen, ist unzureichend, denn eigentlich steht er für die haute cuisine der Gesangstechnik; im Vergleich dazu schmeckt das robuste Staudruck-Stemmen wie Currywurst. Zugleich repräsentiert dieser Begriff eine Periode der Musikgeschichte, in...
Wenn man den Zuschauerraum betritt, liegt die Bühne bereits offen da. Hinten, vor der Brandmauer, ist das Orchester platziert. Am rechten Bühnenrand vier Straßenlaternen, quer über den Raum leuchtende Hochspannungsdrähte. Links auf der Vorderbühne erhebt sich eine als Spielpodium benutzte Fußgängerüberführung. Der Orchestergraben ist mit schwarzen Müllsäcken...
Kunst, hatte Schönberg dekretiert, komme nicht von Können, sondern von Müssen. Flugs zur Zürcher Uraufführung der Oper «Rote Laterne»: Ihr Komponist Christian Jost muss schier gar nichts, kann aber schlechterdings alles. Der Trierer des Jahrgangs 1963 ist auch in seiner achten Oper kein Hardcore-Avantgardist. Vielmehr hält er es wie Detlev Glanert – er vor allem –,...
