Hörtheater und Literaturoper
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Jenes zweigestrichene C, das Rodolfo im ersten Bild der «Bohème» gleich zweimal treffen muss, machte Luciano Pavarotti bekanntlich zum Angelpunkt der Partie, wenn nicht des ganzen Stücks. Gingen die Spitzentöne der Arie «Che gelida manina» und des Finalduetts «O soave fanciulla» daneben, sei der Rest im Grunde schon vergebliche Liebesmüh. Allein, hier irrt Big P.,...
Von Honoré de Balzac, einem der aufmerksamsten Chronisten des 19. Jahrhunderts, stammt eine Sentenz, die das Phänomen Bohème folgendermaßen charakterisiert: «Die Bohème hat nichts und lebt von dem, was sie hat. Die Hoffnung ist ihre Religion, der Glaube an sich ist ihr Gesetzbuch, die Wohlfahrt gilt ihr als Budget. Alle diese jungen Menschen sind größer als ihr...
Am Ende wird die Ehre der zu Unrecht des Ehebruchs beschuldigten Genoveva wiederhergestellt. Das Ehepaar umarmt sich, man denkt an den Schlusschor in «Fidelio»: «Wer ein solches Weib errungen...» Doch hier ist der Jubel nur verhalten, innig, tief, nicht überschwänglich. Genau da liegt das Problem. In Schumanns einzigem vollendeten Bühnenwerk fehlt meist, was Oper...
