Haus der Kulturen
Wie muss eine Opernproduktion aussehen, die auf fünf Kontinenten gezeigt werden soll, in Los Angeles und Peking, in Sydney und Kairo, Kasachstan und Genua? Ihre Premiere erlebte die demnächst weltweit herumgereichte «Lakmé» jetzt im Oman, wo sie für das 2011 eröffnete Opernhaus einen wichtigen Schritt darstellt, nicht nur was die internationalen Beziehungen betrifft. Die Produktion wurde in Muscat geprobt, die Kostüme stammen aus heimischen Werkstätten.
Das ist insofern etwas Besonderes, als das prachtvoll ausgestattete Haus bislang eher den Rahmen für Gastspiele abgab.
Sultan Qaboos Bin Said initiierte es, um einen kulturellen Dialog in Gang zu setzen. Der seit 1970 herrschende Monarch des Oman ist der Musik und den darstellenden Künsten seit seiner Studienzeit in Europa zugetan. Die Ziele, die er mit dem Theaterbau in Muscat verfolgt, lassen sich in etwa so zusammenfassen: Seine Landsleute sollen das Kulturerbe europäischen Musiktheaters kennenlernen, die Musik (westliche wie arabische) als humanitäre Botschaft gepflegt werden, in einem weiteren Sinn der Oman als interkulturelles Forum über die arabische Halbinsel hinaus positioniert werden. Das mag nach Absichtserklärungen ...
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Das Thema der diesjährigen Uraufführung an der English National Opera: der Urvater aller Serienmörder, «Jack the Ripper». So lautet der Titel des neuen London-Stücks von Iain Bell (nach «A Harlot’s Progress», siehe OW 12/2013). Gewiss, die Morde spielen eine Rolle, werden in den Erläuterungen eines Pathologen reflektiert. Doch als Figur taucht der Täter nicht auf....
alpha
23.06. – 20.15 Uhr
Offenbach: «Les contes d’Hoffmann»
Bayerische Staatsoper (2014)
ML: Carydis, I: Jones, S: Damrau, Villazón, Conners, Relyea, Brower, von der Damerau, Reß, Power, Stephinger
arte
02.06. – 17.40 Uhr
Werke von Monteverdi, Malvezzi, Gagliano, Caccini
Aus dem Spiegelsaal von Schloss Versailles
ML: Pichon, S: Desandre, Zaïcik, Richardot, Gonzalez...
Einen ganz neuen, überraschenden Surround-Sound hatte Moritz Eggert versprochen. Einen Klang, der dank überall im Raum aufgestellter Boxen die Zuhörer umhüllen sollte. Im zweiten Rang der Komischen Oper ist davon am Premierenabend nichts zu spüren. Was die Mikrofone vom Orchester und von den Stimmen einfangen, schallt aus der großen Lautsprecherbatterie, die über...
