Grundkurs Pazifismus

Wagner: Die Feen NEUSTRELITZ | LANDESTHEATER

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Eine Wagner-Oper um vier Uhr nachmittags – da kommen Festspiel-Gefühle auf! Die Sonne brennt, das Satteldach des Bühnenhauses von Neustrelitz grüßt über die Wiesen und Wipfel wie jenes in Bayreuth über Kleingartenanlagen und Maisfelder. Das Theater in der mecklenburgischen Residenzstadt liegt sogar auf einer Erhebung, die wir ruhig mal einen Hügel nennen. Nebenan thronte früher das prächtige Schloss, wenige Tage vor Kriegsende brannte es aus.

Das Programm freilich unterscheidet sich: Gezeigt wird Wagners Jugendoper «Die Feen», um die Bayreuth bislang eher einen Bogen gemacht hat, darin dem Meister folgend, der von dem Stück später nichts mehr wissen wollte. Die Uraufführung fand fünf Jahre nach Wagners Tod statt, unter Beteiligung eines jungen Dirigenten namens Richard Strauss. Die Kritik Eduard Hanslicks war erwartbar vernichtend, die Begeisterung des Publikums groß. Und auch in Neustrelitz wird heftig applaudiert, schon vor der Pause, erst recht aber am Ende. Man kann alles Mögliche über das Stück sagen, aber nicht, dass es an Drama, Schwung und Energie mangeln würde. Dass hier schon fast der ganze Wagner angelegt ist mit seinen Motiven von Frageverbot, bedingungsloser Liebe und ...

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Opernwelt August 2025
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Clemens Haustein

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