Groß und klein

Neues von der «Jungen Oper» der Staatsoper Stuttgart

Opernwelt - Logo

Zu den wichtigsten Aktivposten der Ära Zehelein an der Stuttgarter Staatsoper gehörte die 1997 institutionalisierte «Junge Oper», deren Absicht es ist, Kinder und Jugendliche spielerisch an das Musiktheater heranzuführen. Albrecht Puhlmann hat die Einrichtung seines Vorgängers übernommen.

Barbara Tac­chini, die neue Leiterin des kleinen Teams, lässt alles beim Alten und macht doch vieles anders: Im Foyer des Opernhauses finden Sitzkissenkonzerte für die Kleinsten statt, ein Hexenkonzert mit Timpinella Klitzeklein samt dazugehörigem Kompositions-Workshop ist geplant, und auch das in Zusammen­arbeit mit den Schulen durchgeführte pädagogische Angebot wird ausgeweitet – Aktivitäten, die in der öffentlichen Wahrnehmung meist ausgeblendet bleiben und doch so wichtig sind für die Zukunft der Institution Oper.
Im Zentrum der Arbeit stehen aber wie bisher die Aufführungen eigener Produktionen. Und da war man als erwachsener Sympathisant bei der Spielplanvorschau zunächst irritiert, weil neben einer ominösen «Tischoper» im Kammertheater, der angestammten Spielstätte der «Jungen Oper», mit Jacques Offenbachs «Reise zum Mond» erstmals auch ein Ausflug ins große Opernhaus bevorstand.
Beide ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Februar 2007
Rubrik: Magazin, Seite 26
von Uwe Schweikert

Vergriffen
Weitere Beiträge
Sprechend singen, singend sprechen

Monteverdi mit Jean-Claude Malgoire und Joachim Schlömer in Stuttgart («L’Orfeo») oder unter Attilio Cremonesi in Genf (Nerone in «Poppea»), Händel in München («Acis e Galatea», «Ariodante») und New York («Rodelinda»), Rares von Ferrandini, Cavalli («La Calisto») oder Haydn («Il mondo della luna» unter René Jacobs), daneben immer wieder Mozart, etwa «Idomeneo» an...

Sternstunden im Doppelpack

Jeweils zwei Live-Aufnahmen von «Fidelio» und «La Bohème» stellen die West Hill Radio Archives in klanglich überzeugend res­taurierten Live-Mitschnitten aus der Metropolitan Opera gegenüber.
Die beiden «Fidelio»-Aufführungen von 1941 und 1951 wurden von Bruno Walter dirigiert, identisch war auch die Besetzung der Leonore mit Kirsten Flagstad. In dem...

Aufbrüche, Umbrüche, Einbrüche

Die Lage bleibt unübersichtlich, die Suche nach Orientierung ein Abenteuer. So ungewiss, so haltlos wie das Leben im heutigen Russland, so brüchig ist auch das Verhältnis zu Tradition, Geschichte und Kunst geworden. Der allgemeinen Verunsicherung entsprechen ästhetische Provisorien, nicht zuletzt auf den (Musik­theater-)Bühnen. Wie hält man es mit Tschai­­kowsky,...