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Straßburgs Opernintendantin Eva Kleinitz hat ein Festival für außereuropäische Kulturen initiiert: Arsmondo. Schwerpunkt der ersten Ausgabe war Japan – mit der Wiederentdeckung von Toshirō Mayuzumis Musiktheater «Kinkakuji»

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Mehr als 2000 Besucher haben allein die Ausstellung über den Schriftsteller Yukio Mishima in der Bibliothèque nationale et universitaire gesehen. Eva Kleinitz ist merklich stolz, wenn sie die Zahl nennt. Bedeutet es doch, dass ihr Konzept aufgegangen ist: die Institutionen der Stadt Straßburg einzubinden in die erste Ausgabe des Festivals Arsmondo. Seit dieser Saison ist Kleinitz – nach Stationen in Bregenz, Brüssel und zuletzt als Operndirektorin in Stuttgart – neue Generalintendantin der Opéra national du Rhin.

Das Festival gehörte schon bei ihrer Bewerbung zu den Kernideen für das Haus. Einmal im Jahr soll sich ganz Straßburg, diese in vieler Hinsicht so europäische Stadt an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, mit der Kultur eines außereuropäischen Landes beschäftigen. Dass die Wahl für die Erstausgabe auf Japan fiel, lag nahe für Kleinitz, die sich vor 17 Jahren in, wie sie sagt, «Land und Leute» verliebt hat und selbst etwas Japanisch spricht. Also konnte man nun den ganzen März lang beispielsweise japanische Filme in einem Straßburger Programmkino sehen, fand in der Universität das erste akademische Kolloquium in Europa zum vielgelesenen Haruki Murakami statt, ...

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Opernwelt Mai 2018
Rubrik: Panorama, Seite 84
von Michael Stallknecht

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