Geisterstunden in Charleston
Die amerikanische Ausgabe des Spoleto Festivals mit seinem bunten Mix aus Klassik und Jazz, Theater und Tanz wird seit 1977 in Charleston (South Carolina), der Partnerstadt des umbrischen Spoleto, ausgerichtet. In den vergangenen Jahren hat sich die Praxis etabliert, zwei Opernabende an jeweils unterschiedlichen Spielstätten zu präsentieren. Die Auswahl des Repertoires ist selten konservativ oder populistisch geprägt.
Diese Spielzeit etwa bot Werke der eher tiefgründig-dunklen Art: Toshio Hosokawas «Matsukaze» sowie einen Doppelabend mit Giordanos Einakter «Mese Mariano» und Puccinis Opernerstling «Le Villi». Musikalisch profitierten beide Produktionen nicht zuletzt von den vortrefflichen Chören, einstudiert hatte sie einmal mehr Joseph Flummerfelt, der scheidende Artistic Director des Festivals, ein Urgestein aus der Anfangszeit unter Gian-Carlo Menotti.
Die Premiere von Hosokawas (2011 an Brüssels La Monnaie uraufgeführter) Oper «Matsukaze» fand in der intimen Atmosphäre des in den 1930er-Jahren rekonstruierten Dock Street Theatre statt – dem ersten, 1736 explizit für Theater- und Opernaufführungen errichteten Haus Nordamerikas. In der opulenten Ausstattung von Chen Shi-Zheng ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt August 2013
Rubrik: Magazin, Seite 75
von David Shengold
Herr Pearson, welche Aufgaben hat eigentlich ein Korrepetitor?
Die Vorbereitung der Sänger in allen Aspekten: korrekte Intonation, Rhythmus, Notenwerte, Phrasieren, Atmen, Dynamik, Text, Aussprache, einfach alles. Nach 39 Jahren im «Business» traue ich mir auch ein Urteil über die Gesangstechnik zu, schlage vor, was besser gemacht werden könnte. Und es hilft, wenn...
54. Jahrgang, Nr 8
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag - Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752258
Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61, 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: redaktion@opernwelt.de
Redaktionsschluss dieser Ausgabe war der 09.07.2013
Redaktion:
Stephan Mösch (V. i. S. d. P.)
Albrecht...
Die Oper ist und bleibt der Wolpertinger unter den Künsten, bei dem sich Text, Musik und Szene gegenseitig unterstützen, kommentieren oder im Wege stehen. Diese Offenheit des Genres weckt zuweilen die Begehrlichkeit, alles hineinzuwerfen, auf dass am Ende schon irgendetwas Neues oder Aktuelles herausschaue. Das jüngste Projekt der Deutsche Bank Stiftung und ihres...
