Festliche Höllenfahrt

Endlich auf DVD: Ferenc Fricsays «Don Giovanni» zur Eröffnung der Deutschen Oper Berlin 1961

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Als die vormals Städtische Oper Berlin, nunmehr in Deutsche Oper umbenannt, vor einem halben Jahrhundert in ihr neues Haus an der Bismarckstraße einzog, war das nicht nur ein herausragendes kulturelles, sondern auch ein politisches Ereignis. Wenige Wochen zuvor war die Mauer gebaut worden, dem Westberliner Opernhaus entstand daraus eine zusätzliche Verpflichtung: «Durch die unheilvolle Zerschneidung einer Gesamtberliner Operntradition muss die Westberliner Oper den Rangbegriff ‹Berliner Staatsoper› von einst auf sich zu nehmen trachten», schrieb damals Johannes Jacobi in der «Zeit».



Die Eröffnung mit «Don Giovanni» am 24. September war geladenen Gästen aus aller Welt vorbehalten, zeitgleich wurde der Mitschnitt der Generalprobe im Fernsehen ausgestrahlt. Die Aufmerksamkeit galt zunächst aber nicht der Neuinszenierung, sondern dem Neubau selbst, dessen Architektur auch kritische Stimmen hervorrief. Jacobi sprach für viele, wenn er feststellte: «Nichts an Bornemanns Opernhaus zeugt von überwältigender Originalität».

Mit dem Einzug in der Bismarckstraße löste Gustav Rudolf Sellner den bis dahin amtierenden Carl Ebert als Intendanten ab, überließ seinem Vorgänger jedoch die Ehre, die ...

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Opernwelt November 2011
Rubrik: Medien | DVDs, Seite 29
von Ekkehard Pluta

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