Etwas für heitere Gemüter

Vilém Blodeks vergessene Oper «V studni» in der originalen Stereo-Version von 1959

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Wie heißt es so schön und mottogebend in Thomas Manns Joseph-Romanen? «Tief ist der Brunnen der musikalischen Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?» Dieser Brunnen hat schon tausende Opern verschlungen, das ist bekannt. Vieles verging und kehrt nie wieder. Doch gibt es Werke, die sich einen regionalen Ruhm bewahrt haben und im Abstand von Jahrzehnten hier und da noch gespielt werden. Vilém Blodeks «V studni» («Im Brunnen») ist solch ein Stück.

1867 uraufgeführt an Prags Interimstheater, allerdings nicht von dessen Chefdirigenten Smetana, erfreute es sich daheim schon bald großer Beliebtheit und wanderte dann über verschiedene slawische Bühnen nach Wien, Berlin, New York und – horribile dictu – bis ins Konzentrationslager Theresienstadt. Mittlerweile ist «V studni» auch in Tschechien und der Slowakei ein seltener Gast. Eine Produktion des Nationaltheaters Prag wurde 1984 als LP und 1995 auf CD veröffentlicht; bei der aktuellen Publikation handelt es sich um die Wiederauflage einer Mono-LP des Jahres 1962, jetzt remastered und im Stereo-Sound. «V studni» genießt damit eine auch diskographische Aufmerksamkeit, die dem vergleichbaren «Starý ženich» (Der alte ...

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Opernwelt August 2025
Rubrik: Medien, Seite 39
von Volker Tarnow

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