Etwas für heitere Gemüter
Wie heißt es so schön und mottogebend in Thomas Manns Joseph-Romanen? «Tief ist der Brunnen der musikalischen Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?» Dieser Brunnen hat schon tausende Opern verschlungen, das ist bekannt. Vieles verging und kehrt nie wieder. Doch gibt es Werke, die sich einen regionalen Ruhm bewahrt haben und im Abstand von Jahrzehnten hier und da noch gespielt werden. Vilém Blodeks «V studni» («Im Brunnen») ist solch ein Stück.
1867 uraufgeführt an Prags Interimstheater, allerdings nicht von dessen Chefdirigenten Smetana, erfreute es sich daheim schon bald großer Beliebtheit und wanderte dann über verschiedene slawische Bühnen nach Wien, Berlin, New York und – horribile dictu – bis ins Konzentrationslager Theresienstadt. Mittlerweile ist «V studni» auch in Tschechien und der Slowakei ein seltener Gast. Eine Produktion des Nationaltheaters Prag wurde 1984 als LP und 1995 auf CD veröffentlicht; bei der aktuellen Publikation handelt es sich um die Wiederauflage einer Mono-LP des Jahres 1962, jetzt remastered und im Stereo-Sound. «V studni» genießt damit eine auch diskographische Aufmerksamkeit, die dem vergleichbaren «Starý ženich» (Der alte ...
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Opernwelt August 2025
Rubrik: Medien, Seite 39
von Volker Tarnow
Woll- oder Leinenfäden werden an diesen Arbeitsplätzen nicht mehr versponnen. Dafür gibt es Kabel: Die quellen über Schreibtische, während die beiden Damen auf ihren Tastaturen hämmern, um immer neue Avatare zu erzeugen: Webkunst 2.0. Wir sind über Ovids Antike schließlich hinaus. Dazu wird gesungen, hanebüchen Schweres von Antonio Vivaldi. Ein Showdown, hier...
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Zum ersten Mal
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Aus...
