Doppelspitze

Dominique Meyer wird ab 2010 Wiener Staatsoperndirektor, Franz Welser-Möst Generalmusikdirektor

Opernwelt - Logo

Dominique Meyer, zur Zeit Direktor des Théâtre des Champs-Élysées in Paris, wird ab Herbst 2010 Staatsoperndirektor in Wien. Nach Willen von Kanzler Alfred Gusenbauer hätte Ioan Holenders Nachfolger eigentlich Startenor Neil Shicoff sein sollen, doch setzte sich die für diese Wahl eigentlich zuständige Kunstministerin Claudia Schmied durch. Der Diplomatensohn Meyer, 1955 im Elsass geboren, studierte Wirtschaftswissenschaften und war zunächst im französischen Ministerium für Industrie tätig, ehe Kulturminister Jack Lang ihn 1984 als Berater holte.

1989 wurde er unter dem Generalintendanten Pierre Bergé ­Finanzdirektor der Pariser Oper, von 1994 bis 1999 war er Intendant der Oper von Lausanne, seit 1999 leitet er das Théâtre des Champs-Élysées. Claudia Schmied freut sich über sein «überzeugendes, zukunftsorientiertes Konzept».
Als Generalmusikdirektor wird ihm Franz Welser-Möst zur Seite stehen. Der Sohn eines Arztes, 1960 in Linz geboren, wollte zunächst Geiger werden, doch nach einem Autounfall schwenkte er auf eine Dirigentenlaufbahn um. Als 29-Jähriger war er bereits Chef des London Philharmonic Orches­tra. Sein dortiges Wirken stand unter un­güns­tigem Stern; giftige Zungen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Juli 2007
Rubrik: Magazin, Seite 32
von Gerhard Persché

Vergriffen
Weitere Beiträge
Innere Dramatik

Glanzvoller Abschluss der Ära Pierwoß in Bremen: Mit einer orchestral hinreißenden «Tristan»-Premiere endete eine für die Hansestadt denkwürdige Musiktheater-Epoche, in der die Bremer Oper mit maßstabsetzenden Inszenierungen und bedeutenden sängerischen wie dirigentischen Leistungen immer wieder auch überregional von sich reden machte: Wir werden im Jahrbuch «Oper...

Editorial

Genau werden wir es erst wissen, wenn die Bayreuther Richard-Wagner-Stiftung die Sache vertraglich abgesegnet hat – als Trägerin der Festspiele. Das kann dauern. Aber vieles spricht im Moment dafür, dass Katharina Wagner bald die Herrschaft auf dem Grünen Hügel übernimmt. Vater Wolfgang und Mutter Gudrun sagen nun ganz offen, was sie lange für sich behielten und...

O Bild, du Bild, das mir fehlt

Aberglaube hat etwas für sich: Alexander von Zemlinsky, so schreibt sein Biograf Antony Beaumont, wählte für die Oper «Der Traumgörge» bewusst einen Titel mit dreizehn Buchstaben, um die Furcht seiner Kollegen vor dieser Zahl zu karikieren. Noch Arnold Schönberg – Zemlin­skys Freund, Schwager und Schüler – nahm Aaron einen Buchstaben, um bei «Moses und Aron» auf...