Die Sendung mit der Maus
Manchmal wäre es besser, kein Radio zu haben. Das wird sich auch Doktor Pietro Bartolo denken, der wuselige Chef eines Genlabors, das munter mit Mäusen hantiert, verbreitet doch das altehrwürdige Gerät mitten in seine emsige Tätigkeit hinein detestable Nachrichten. Des Doktors hehre Hoffnung, für seine (illlegalen?) Forschungen den Nobelpreis zu erhalten, zerstieben mit einem Hieb quer über den Äther.
Ein Nachrichtensprecher verkündet, erst in italienischer, dann in englischer, französischer und schließlich auch in deutscher Sprache, dass Bartolo aufgrund einer finanziellen Fehlkalkulation (oder sind es unheilige Geschäfte?) vor dem totalen Ruin steht. Dem darob Verdatterten, wozu ist er schließlich schnell im Kopf, bleibt nur ein Ausweg: Er muss heiraten. Und zwar möglichst pronto.
Nadja Loschky hat sich für ihre Inszenierung von Rossinis «Barbiere di Siviglia» am Theater Bielefeld etwas Extraordinäres ausgedacht. Sie verfrachtet das Personal in eine Mäusewerkstatt mit angrenzender Wohnstatt und macht es selbst zu aufgescheuchten, hin und her flitzenden Tierchen – was auf den ersten Blick so weit hergeholt nicht ist, wenn man weiß, wie «seelenverwandt», ja nachgerade identisch ...
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Opernwelt Januar 2024
Rubrik: Im Fokus, Seite 18
von Jürgen Otten
Heinrich August Marschner, wiewohl ein Komponist der zweiten Reihe, nimmt in der Operngeschichte eine bemerkenswerte Sonderstellung ein. Von der Musikwissenschaft wird er gern als «missing link» zwischen Weber und Wagner tituliert, und unter seinen 15 vollendeten Bühnenwerken gilt «Der Vampyr», 1828 am Theater Leipzig uraufgeführt, als stilistisches Bindeglied...
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01.01. – 19.05 Uhr
Opern- und Operettengala
In einem Konzert aus dem Herkulessaal präsentierten Ivan Repušić und das Münchner Rundfunkorchester 2015 mit Golda Schultz und Sergey Skorokhodov einen Abend quer durch das Belcanto-Repertoire.
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Neujahrskonzert aus Venedig
Fabio Luisi und das Orchestra del Teatro La Fenice eröffnen das Jahr...
Lange wurde Georg Friedrich Händel verwöhnt von den Erfolgen, die ihm seine Wahlheimat London bescherte. Der wuchtige Hallenser, seit 1727 britischer Staatsbürger, hatte das Opernleben auf der Insel dominiert. Seine Royal Academy of Music sorgte durch den Starsänger Senesino sowie zwei konkurrierende Primadonnen für Furore – Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni...
