Blaubart, Mario und das Volk

Nach siebenjähriger Schließung ist das Budapester Erkel Theater wieder spielbereit

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Man wollte es nach der Wende sogar abreißen. Seit 2007 war es geschlossen, nun wurde das Erkel Theater als zweites Haus der Ungarischen Staatsoper wiedereröffnet. In neuem Glanz, könnte man sagen, wenn das «Lifting» des in seiner 100-jährigen Geschichte mehrfach umgebauten Hauses nicht auch diesmal karg ausgefallen wäre. Als Ausweichquartier für die Staatsoper, deren 130 Jahre alter Prunkbau einer Generalsanierung bedarf, wird es allemal nützlich sein.

Ob das Haus sich ­eines Tages auch wieder als eine «Volksoper» bewährt, die verlorenes Publikum mit niedrigen Preisen locken soll, steht in den Sternen.

Dabei hieß das 1911 im Jugendstil errichtete Privattheater tatsächlich zunächst «Népopera» (Volksoper). Ein finanzieller Erfolg war das Unternehmen schon damals nicht, trotz bedeutender Ereignisse wie der ungarischen Erstaufführung von Wagners «Parsifal» am 1. Januar 1914 (mit Georg Anthes in der Titelrolle und dem 25 Jahre jungen Fritz Reiner am Dirigentenpult). Obwohl es ein großartiges Sängerensemble gab, war der mit 3200 (heute beinahe 2000) Plätzen überdimensionierte Saal allenfalls ausverkauft, wenn Weltstars in Budapest gastierten. Das änderte sich auch später nicht, als das ...

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Opernwelt Januar 2014
Rubrik: Magazin, Seite 69
von Máté Mesterházi

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