Aus einer Hand
Wie Soraya, nach Erhalt der Nachricht, dass sich der Schah von Persien von ihr scheiden lässt. So sieht Max Emanuel Cencic auf seinem jüngsten CD-Cover als «Siroé, Rè di Persia» aus – mit leidendem Blick und dickem Kohlekajalstrich (Decca 4786768). Das ist allerdings die einzige geschmackliche Entgleisung, die der multifunktionale Kroate sich bei seinem gegenwärtigen Projekt erlaubt hat.
Nachdem er schon auf seiner letzten Soloscheibe «Rokoko» das Publikum auf den lange unterschätzten Komponisten Johann Adolf Hasse neugierig stimmte, folgt nun der nächste, fast ohne jede Subvention vollführte Streich: Mit dem bewährten Sängerensemble seiner musikalischen Werkstatt hat der längst auch als Agenturmitbesitzer unternehmerisch tätige Countertenor Hasses «Siroé», nach einem beliebten Metastasio-Libretto, in der für Dresden überarbeiteten zweiten Fassung von 1763 glanzpoliert – eine vergessene Barockopernperle samt lohnender, einst von Farinelli kreierter Titelrolle, die Cencic selbst übernimmt.
Die wie üblich selbst produzierte Aufnahme wurde sodann in 15-jähriger Lizenz an die Decca verkauft. Darauf folgten eine Konzerttournee sowie eine szenische Version des Werks, für die Cencic ...
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Opernwelt Januar 2015
Rubrik: Magazin, Seite 74
von Manuel Brug
Man sollte nichts tun, worüber man nicht nach Tisch reden kann, schrieb Oscar Wilde. Insoweit sollte man Orest besser nicht zum Dinner laden, denn seine Tat – der Muttermord – eignet sich kaum zum Small Talk. Die Erinnyen, die ihn in Form eines abgrundschlechten Gewissens verfolgen, sind jedenfalls erzürnt. Apollo, der ihn zu dieser Tat anstiftete, zieht sich auf...
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Stimmt, ich bin China nicht so bekannt. Meine Karriere hat sich seit meinem Debüt an der Wiener Volksoper 2004 vor allem im Westen entwickelt. Ich bin es gewohnt, als einzige asiatische...
ARD-ALPHA
4.1. – 11.00 Uhr
Lorin Maazel dirigiert
Mozart: Symphonie g-moll KV 183; Symphonie C-Dur KV 551; Violinkonzert A-Dur KV 219, Solist: Ingolf Turban.
6.1. – 11.00 Uhr
Marcello Viotti stellt vor:
Ravel: Ma Mére l’oye.
6.1. – 20.15 Uhr
Strauss: Der Rosenkavalier.
Salzburger Festspiele 2014. Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst, Inszenierung: Harry Kupfer....
