Auf immer Erdverlorene
In einem Frankfurter Vorort irritiert das Plakat «Heimatboden statt Beton»: weniger wegen des Vorbehalts gegenüber dem Beton, der zur «Versiegelung» der Landschaft beiträgt (und somit auch zu manchen Überschwemmungs-Katastrophen), vielmehr des unbefangenen Umgangs mit nicht ganz unbelasteten Wörtern wie «Heimat» und «Boden» wegen, die zumindest im Zusammenhang mit Slogans, die «Identität» oder «Leitkultur» enthalten, bedenklich klingen.
Dabei ist das Thema brandaktuell: Zeugen doch die weltweiten Flüchtlings-Bewegungen vom Elend durch Diktaturen, Kriege, Umweltzerstörung, das Menschen zwingt, ihr Land zu verlassen, auf der Flucht umzukommen oder mehrfach zu scheitern: Migranten-Schicksale, bedrückend allemal.
Nun ist zwischen Emigranten und Auswanderern zu unterscheiden, obschon die Grenzen fließend sind. Flüchteten die einen etwa vor dem NS-Terror, so zog es andere im 19. Jahrhundert aus Osteuropa, Irland oder Italien ins «Gelobte Land» von Freiheit und Wohlstand – in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo sie sich gezielt ein besseres Leben erhofften. Nicht wenigen gelang dies auch, «doch die im Dunkeln sieht man nicht».
Zu den «Auswanderer»-Ländern gehörte Litauen, agrarisch ...
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Opernwelt November 2021
Rubrik: Im Focus, Seite 4
von Gerhard R. Koch
Diese Übersicht bietet eine Auswahl der bei Redaktionsschluss (11.10.) als Präsenzvorstellung geplanten oder als Stream angekündigten Premieren und Festivals des Monats November 2021. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Häuser. Eine Liste mit Kontaktdaten gibt es online unter diesem Link: www.der-theaterverlag.de/serviceseiten/theaterlinks/
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