Auf die Mischung kommt es an
Zu einer Zeit, als auch für das Lied orchestrale Heerscharen aufgeboten wurden, stimmte Hugo Wolf mit dem «Italienischen Liederbuch» einen Lobgesang auf den Zauber des Alltäglichen an – gleich die erste Nummer kündigt das programmatisch an: «Auch kleine Dinge können uns entzücken». Anfang 2018 waren Wolfs 46 Miniaturen europaweit einem Arena-Ambiente ausgesetzt: in Berlin, Hamburg und Essen, in London und Paris, in Barcelona und Budapest.
Denn gesungen wurden sie von zwei Promis, die große Hallen füllen: Diana Damrau und Jonas Kaufmann verkürzten die Sammlung, die das Lebensgefühl der Toskana spiegelt, zum Dialog eines mal zärtlichen, mal zänkischen Liebespaares. Man könnte auch sagen: Die Stars waren hier das Programm.
Bei dem CD-Dokument handelt es sich um einen Mitschnitt des Konzerts aus dem Alfried Krupp Saal der Essener Philharmonie. Die erste klangliche Forderung an Liedinterpreten, heißt es in Franziska Martienssen-Lohmanns Buch «Der wissende Sänger», sei die Fähigkeit, Farben zu mischen. Doch schon in puncto Timbre passen der helle (fast weißliche) Klang der Sopranistin und der Bronzeton des Tenors so wenig zusammen wie die Manier der Gestaltung: eher deklamatorisch ...
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Opernwelt Februar 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 20
von Jürgen Kesting
Der Abend beginnt mit einem Schrei, der irgendwo aus den Höhen der Philharmonie kommt, gefolgt von einem «Halleluja»! Und auch sonst ist alles anders bei dieser «Messiah»-Aufführung: Das Deutsche Symphonie-Orchester spielt, zum ersten Mal in seiner 62-jährigen Geschichte, auf Darmsaiten und mit Barockbögen. Außerdem sitzen die Musiker ganz hinten auf der Bühne,...
alpha
10.02. – 20.15 Uhr
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arte
01.02. – 05.55Uhr
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