Apropos... Kontinuität

Seit 14 Jahren ist Sally du Randt am Theater Augsburg engagiert. «Ensemblestütze» umschreibt nur annäherungsweise, was diese so treue Sopranistin dem Haus bedeutet. Amelia, Elsa, Jenufa, Leonore, Tosca – all diese großen Rollen hat die Südafrikanerin dort auf ihre ganz eigene, faszinierende Weise verkörpert. Demnächst folgt Desdemona.

Opernwelt - Logo

Frau du Randt, gibt es überhaupt noch etwas, das Sie noch nicht gesungen haben?
Aber natürlich habe ich noch Wünsche! Die Marschallin zum Beispiel. Überhaupt würde ich gern mehr Strauss singen. Ich kann schon Dramatischeres riskieren, dann aber eben mit den Möglichkeiten meiner Stimme. Ich will sie nicht zu irgendetwas treiben oder jemanden nachahmen.

Wobei es schon Rollen gab, so sagten Sie sogar einmal selbst, die nicht ganz passten.
Man muss dann sein Ding durchziehen mit den Möglichkeiten, die man hat.

Ich muss also auch in solchen Rollen etwas suchen, mit dem ich mich anfreunden kann. Aber das kam nicht häufig vor, zuletzt bei «Intolleranza». Eine sehr gelungene, tolle Produktion. Die Partie ging aber an meine Grenzen. Ich war nur am Zählen und Überlegen, woher ich meinen nächsten Ton kriegen könnte. «Hier muss man bleiben, hier alles ändern», das war mein Lieblingssatz. Es war nämlich der letzte.

Warum sind Sie schon so lange in Augsburg?
Ich habe mir mein Leben anders vorgestellt. Ich habe an größeren Häusern gesungen und tue das weiterhin gern. Mit meinem Mann wollte ich hier eine Familie gründen, gerade weil es so schön ist, in Augsburg zu leben. Die Stadt ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Januar 2017
Rubrik: Magazin, Seite 79
von Markus Thiel

Weitere Beiträge
Auf den Doyen zugeschnitten

Wie wahr und wie prophetisch, was Shakespeare seinen Macbeth sagen lässt: «Life is a tale, told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing.» Als hätte er den amerikanischen Wahlkampf 2016 vorweggenommen. Oder den Mann mit dem Fliegenbärtchen in den 1930er-Jahren. Oder viele andere populistische Heißluftballone, denen die Knetmasse Volk nachlief...

TV-Klassiktipps

ARD alpha

08.01. – 20:15 Uhr
Thomas Hengelbrock dirigiert Brahms und Beethoven

Triumphlied op. 55; SymphonieNr. 5 c-Moll op. 67

15.01. – 11.00 Uhr
Frank Peter Zimmermann

und Alvaro Pierri spielen im Kloster Andechs Werke von Manuel de Falla, Mauro Giuliani und Johann Sebastian Bach

22.01. – 11.00 Uhr
Miroslav Srnka: South Pole

Bayerische Staatsoper

22.01. –...

Heimatklänge

Ein Hang zur Edelfolklore regional gefärbter Evergreens erfreut sich besonders unter Tenören großer Beliebtheit. Luciano Pavarotti wurde es in Italien dennoch verübelt, dass er bei «Torna a Surriento» oder «’O sole mio» den neapolitanisch weichen Zungenschlag nur unzureichend imitierte. Wer Jonas Kaufmann auf seinem neuesten Album «Dolce Vita» hört, dem wird...