Foto: Michal Novak
Apropos... Klischees
Wie schwer ist es, auf dem Countertenor-Markt eine Nische zu finden?
Ich suche nicht nach einer Nische. Ich versuche, ich selbst zu sein. Und es klappt: Ich bin 40, habe schöne Angebote, muss auch nicht nur das Standardrepertoire singen. Mir geht es aber um anderes. Da ich zunächst Schauspieler war, ist Theater an sich für mich das Wichtigste, nicht irgendeine Epoche oder ein Genre.
Sie haben erst mit 26 eine Gesangskarriere gestartet. Hatten Sie jemals Probleme, sich zu Ihrer hohen Stimme zu bekennen?
Ich musste erst meinen Platz finden.
Ich habe ein bisschen Philosophie studiert, Saxofon gespielt, hatte viele Engagements als Schauspieler ... Ich war glücklich. Aber dann fühlte ich, dass dies nicht das Richtige war. Für mich war es immer einfach, mit Kopfstimme zu singen. Da habe ich sämtliche Engagements abgesagt und bin nochmals auf die Musikhochschule gegangen. Schon im ersten Jahr riet man mir, William Christie vorzusingen – und es hat geklappt.
Auf dem Cover Ihrer aktuellen CD «Catharsis» trifft Sie ein Wasserstrahl, Werbevideos zeigen Sie im Unterhemd, mit entblößtem Bizeps: Sex sells?
(lacht) Die Idee für das Cover war, mit einem starken Element zu arbeiten, mit Wasser. ...
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Als das Opernhaus Zürich – lang ist’s her – noch Stadttheater hieß, wurde dort auch die «Silberne Operette» gehegt. Mancher kennt heute noch den Namen des Haustenors, der unbeschreiblich populär gewesen sein muss. Er hieß (oder nannte sich) Max Lichtegg und war Pole. Vielleicht erinnern sich die ganz alten Herrschaften jetzt an ihn. Denn sein polnischer Nachfahre...
