Foto: Michal Novak

Apropos... Klischees

Nur mit Barockem gibt sich Countertenor Xavier Sabata nicht zufrieden, erst recht nicht mit den Konventionen seines Stimmfachs. Hans Thomalla etwa schrieb für den Katalanen ein neues Stück: «Kaspar Hauser». Der polyglotte Sänger beweist, dass man auch mit solchen Projekten Erfolg haben kann

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Wie schwer ist es, auf dem Countertenor-Markt eine Nische zu finden?
Ich suche nicht nach einer Nische. Ich versuche, ich selbst zu sein. Und es klappt: Ich bin 40, habe schöne Angebote, muss auch nicht nur das Standardrepertoire singen. Mir geht es aber um anderes. Da ich zunächst Schauspieler war, ist Theater an sich für mich das Wichtigste, nicht irgendeine Epoche oder ein Genre.

Sie haben erst mit 26 eine Gesangskarriere gestartet. Hatten Sie jemals Probleme, sich zu Ihrer hohen Stimme zu bekennen?
Ich musste erst meinen Platz finden.

Ich habe ein bisschen Philosophie studiert, Saxofon gespielt, hatte viele Engagements als Schauspieler ... Ich war glücklich. Aber dann fühlte ich, dass dies nicht das Richtige war. Für mich war es immer einfach, mit Kopfstimme zu singen. Da habe ich sämtliche Engagements abgesagt und bin nochmals auf die Musikhochschule gegangen. Schon im ersten Jahr riet man mir, William Christie vorzusingen – und es hat geklappt.

Auf dem Cover Ihrer aktuellen CD «Catharsis» trifft Sie ein Wasserstrahl, Werbevideos zeigen Sie im Unterhemd, mit entblößtem Bizeps: Sex sells?
(lacht) Die Idee für das Cover war, mit einem starken Element zu arbeiten, mit Wasser. ...

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Opernwelt August 2017
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Markus Thiel

Vergriffen
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