Adoleszenz auf Abwegen
Eines kann man über den neuen «Ring» an der Bastille schon jetzt sagen: Beim französischen Publikum stößt er auf vehemente Ablehnung. Wie schon bei «Rheingold» und «Walküre» gab es auch im «Siegfried» eine von Wagner eigentlich nicht vorgesehene Rolle, den Buh-Chor. Dabei bietet Günter Krämers Inszenierung keinerlei echte Provokationen, vielmehr werden die Stärken und Schwächen seiner Deutung immer deutlicher.
«Rheingold» war eine manchmal etwas unkonzentrierte Verquickung ästhetisierten Hochglanztheaters mit eingestreuten Emblemen deutscher Geschichte; die «Walküre» führte beide Ebenen in überzeugender Weise zusammen. Leider stellten sich erneut Unschärfen ein.
Wenn sich der blonde Zottel Siegfried und sein keifender (blond perückter) Ziehvater Mime zanken, dann sieht man auf der linken Bühnenseite eine Kolonie Gartenzwerge nebst pittoresker Windmühle; rechts steht ein Freiluftgewächshaus mit Wärmelampen. Im Hintergrund hängen grüne Lamellen, seltsamerweise gibt es noch einen Fahrstuhl, der allerdings einzig dazu dient, den von Siegfried gefangenen Bär an einen unbestimmten Ort zu schicken. Dies ist ein Teil jenes mäßigen Kasperltheaters, das den ersten Akt beherrscht. Erst als ...
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Opernwelt April 2011
Rubrik: Panorama, Seite 46
von Jörn Florian Fuchs
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«Partenope», Händels 27. Oper, ist ein vergnügliches Liebesverwirrspiel, bei dem es selbst dem aufmerksamsten Zuschauer schwerfällt, immer auseinanderzuhalten, welcher der drei Freier – Arsace, Armindo oder Emilio – um die Hand der legendären antiken Königin Partenope bei den gleichermaßen amourösen wie kriegerischen Verwicklungen gerade im Vorteil ist. Richtig...
ARTE
1./7.4. – 6.00 Uhr
Il Giardino Armonico.
Jubiläumskonzert in Würzburg zum 25-jährigen Bestehen des Orchesters.
1.4. – 7.30 Uhr (Teil 24)
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Eine Musikstunde mit Kenneth Gilbert.
Der Cembalist Olivier Baumont und sein Lehrer Kenneth Gilbert...
