Vielfalt – eine Frage der Kreativität
Die Veranstaltungs- und Messebranche verändert sich, ist in den vergangenen 10 bis 15 Jahren gewachsen. Ob in einer kleinen Gemeinde oder im urbanen Raum großer Städte, der Markt ist in Bewegung: Open-Air-Festivals und -Konzerte, Firmenevents, Sportveranstaltungen, Messen – temporäre Bauten werden für eine Vielzahl unterschiedlichster Anlässe benötigt, geplant und gebaut.
Auch während der Sanierung von Opern- und Theaterhäusern müssen deren Leitungen gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen geeignete räumliche, technische und finanzierbare Lösungen finden an einem ebenfalls geeigneten Ort – um dort übergangsweise Kunst zu produzieren und zu inszenieren, manchmal über mehrere Jahre hinweg.
Die Konstruktion – ein Baukastenprinzip
Die ersten temporären Hallen von NÜSSLI entstanden vor etwa 20 Jahren, vorerst als zeitlich begrenzte Festbauten oder aus den Kombinationen von Bauteilen existierender Eventsysteme wie Bühnen und Tribünenstrukturen. Ein frühes Beispiel war das EXPO-Theater in Hannover im Jahr 2000. Diese Systeme waren damals und sind bis heute an ein Baukastenprinzip angelehnt, ähnlich wie im klassischen Gerüstbau. Die Ingenieure bei NÜSSLI haben aus den jahrelangen ...
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BTR Sonderband 2017
Rubrik: Thema: Technologien, Seite 108
von Iris Abel und Michael Kelm
Mehr als zwölf Jahre liegt die Planungsphase für das erst umstrittene und jetzt bewunderte Hamburger Bauwerk und neue Wahrzeichen zurück. In einem Jahrzehnt änderten sich zahlreiche technische Standards und Anforderungen, was auch die Inspiziententechnik betraf: Zum Teil musste wegen der nicht mehr verfügbaren Produkte die Planung und Ausstattung überdacht und...
BTR: Wenn in China oder Asien neue Theater eröffnet werden, wird das bei uns in der Presse ja wenig wahrgenommen – außer der Architekt ist international berühmt und Europäer. Sie haben als Planer für Bühnentechnik wohl als einziger Deutscher einen großen Fuß auf den asiatischen, insbesondere den chinesischen Theatermarkt setzen können. Wie kam es dazu?
Horst...
Renzo Piano, der mit der Stiftungsfamilie befreundete Stararchitekt, beschreibt die Standortfindung so: „Der Taxifahrer, der mich vom Jachthafen zur Innenstadt bringen sollte, hatte Probleme mit der Polizei, wurde angehalten. Ich nutzte die Zeit, mir die Umgebung anzusehen, und habe dabei einen idealen Standort für ein Kulturgebäude entdeckt.“ Ein in der Nähe zum...
