Unter die (Bühnen-)Erde geschaut
Der griechische Regisseur und Bühnenbildner Dimitris Papaioannou wurde durch seine Inszenierung der Eröffnungs- und Schlussfeier für die Olympischen Spiele 2004 in Athen international bekannt. Seitdem macht er sich auf Europas Bühnen immer unentbehrlicher. Seine Welt aus Bruch- und Versatzstücken von Körpern und Materialien schafft Bilder, die unter die Haut gehen. Seine neueste Produktion, „The Great Tamer“ („Der große Dompteur“), begeisterte beim Festival von Avignon.
Wer erinnert sich wohl noch daran, wie der künstlerische Leiter der Eröffnungs- und Schlusszeremonien der Olympischen Spiele von Athen im Jahr 2004 hieß? Dimitris Papaioannou! „Sie haben mich dafür aus der Hausbesetzerszene geholt“, sagt er rückblickend. Doch das bedeutet nicht, dass er ein Anfänger oder Chaot war. Im Gegenteil. Seit 17 Jahren arbeitete er im „Haus der Künstler“ mit seiner in Griechenland künstlerisch führenden Kompanie, dem Edafos Dance Theater. Die löste er 2001 auf, um sich drei Jahre lang ausschließlich den Olympia-Inszenierungen zu widmen. Wer sie im Fernsehen verfolgte, mag sich noch an die Fresken aus Videokunst und Choreografie erinnern, in denen Papaioannou die Welt der griechischen Götter ...
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