Mehr als ein Theater

Bereits seit den 1950er-Jahren wird in Rostock über den Bau eines neuen Theaters diskutiert. Nach vielen gescheiterten Versuchen geht der Blick jetzt nach vorn: Wenn alles nach Plan läuft, wird das Volkstheater Rostock 2028 ein neues Haus bekommen; nun startet die Entwurfsplanung. Der Siegerentwurf von Hascher Jehle Architektur aus Berlin von 2019 sieht viel Raum für das Theater der Zukunft vor und macht es gleichzeitig zu einem offenen Ort der Begegnung.

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Ein Ortstermin in Rostock kurz vor Ostern: Der Technische Leiter Peter Martins und Werkstättenleiter Dirk Butzmann präsentieren das sogenannte Baufeld für das zukünftige Volkstheater Rostock. Wir fahren in Richtung Hafen und nehmen das abschüssige Gelände an der Langen Straße am Ende der Innenstadt in Augenschein. Das Grundstück ist westlich vom Autoverkehr begrenzt, der Blick nach Norden geht zum Fluss Warnow und Richtung Hafen, nach Osten ein elfstöckiges Gebäude der Commerzbank (ehemals „Haus der Schifffahrt“) und vis-à-vis ein großes „Radisson“-Hotel.

Martins, seit 1998 am Volkstheater, ist begeistert. „Zunächst war geplant, das Haus direkt ans Wasser zu setzen“, erklärt er. „Aber hier haben wir eine bessere Anbindung der Stadt, die Straßenbahn hält vor der Tür und das Theater schließt die Innenstadt ab.“ Auch für Butzmann, seit 2008 am Haus, ist das Baufeld hinsichtlich der vorhandenen Möglichkeiten der beste Standort für das zukünftige Theater. Einziger Wermutstropfen: Ein Freigelände nebenan, meist als Parkplatz genutzt, darf nicht bebaut werden. Hier findet u. a. der jährliche Weihnachtsmarkt statt. Am wichtigsten ist den beiden aber, dass der Neubau in realistische Nähe ...

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BTR Sonderband 2022
Rubrik: Bau / Betrieb, Seite 62
von Karin Winkelsesser

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