Lichtdesign in Zeiten erloschener Lichter
Nachdem im März alle Theater in Tschechien geschlossen wurden, fuhr ich nach Prag, wo ich wohne, und schrieb Dinge auf, mit denen ich mich beschäftigen könnte, bis sich die Situation normalisieren würde. Vor allem ging es um künftige Projekte oder meine pädagogischen Aktivitäten an der Janáček-Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Brno. Wenn ich mir diese Liste heute anschaue, weiß ich, dass ich nicht alles schaffen werde. Es ist unsicher etwas zu planen, aber es gibt immer noch viel Arbeit.
Aus den Reaktionen meiner besorgten Freunde erfuhr ich, dass sie sich eine Lichtdesignerin im „Homeoffice“ gar nicht vorstellen können. Was kann ich tun, wenn ich keine Bühne vor mir habe, kein Bühnenlicht, keine Schauspieler oder Tänzer?
Lichtdesign am Arbeitstisch
Die Arbeiten an einem Lichtdesign beginnen lange bevor im Theater das Licht aus- und die Lampe am Regietisch angemacht werden. Oft sind es Monate, manchmal auch ein oder zwei Jahre. Immer mehr Regisseure sowie Choreografen, Band- und Orchester-Manager schätzen den Einfluss des Lichts auf die Stimmung und den Ausklang einer Inszenierung. Im Idealfall laden sie Lichtdesigner schon in der ersten Phase ein, in der die ...
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BTR Ausgabe 3 2020
Rubrik: Thema: Beruf & Bildung, Seite 76
von Pavla Beranová
Virtuelle anstatt realer Museumsbesuche – fast schon haben wir uns daran gewöhnt nach der plötzlichen Schließung aller Kultureinrichtungen Mitte März aufgrund der Corona-Pandemie. Das analoge Kulturangebot vor Ort fiel abrupt weg, Reisen in andere Städte wurden verboten, und wir sahen uns zur Kunstbetrachtung in die digitale Museumswelt gezwungen. Was natürlich ob...
BTR: Mr Friedrich, your design for the extension of Theaterhaus Stuttgart appears relatively unassuming. In 2018 your firm conducted the feasibility study for the renovation of Frankfurt’s municipal theatre and calculated a cost of 900 million Euros. Rebuilding would probably cost far less. You are known to be an outspoken critic of burgeoning building costs.
Jörg...
Es ist der 20. März, zuletzt haben sich die Ereignisse überschlagen. Das Gros der europäischen Länder hat das öffentliche Leben schon heruntergefahren, in Großbritannien rechnen wir stündlich mit der entsprechenden Meldung. Da bringt das Philharmonische Orchester Rotterdam einen der ersten Lockdown-Clips unserer Branche heraus: Beethovens Neunte. Als der Kontrabass...
