Kröten, Vipern und Burgunden

„Die Nibelungen“ von Friedrich Hebbel am Theater Aachen

Bühnentechnische Rundschau - Logo

Zwei Schwestern zeigen Frauenpower am Theater Aachen: Christina Rast inszeniert das Schauspiel „Die Nibelungen“, ihre Schwester Franziska Rast entwickelte das Bühnenbild, das einen fantasievollen Rahmen für eine zeitgemäße, auf das Zwischenmenschliche fokussierte Darstellung des deutschen Nationalepos bietet. Ausdrucksstarke Bühnenelemente, Requisiten und Kostüme sowie vielseitige Nebeleffekte prägen die Aufführung.

Die Rauchmelder des Theaters Aachen – einer seit dem Jahr 1825 bestehenden Spielstätte mit 730 Plätzen auf der Großen Bühne und zwei Sparten – sind bei den Aufführungen von „Die Nibelungen“ abgeschaltet. „Es gibt bei dieser Produktion viele Arten von Nebel: Bodennebel, Atmosphärnebel im hinteren Bereich der Bühne und normalen Bühnennebel“, erklärt der Technische Direktor Ralf Maibaum bei einem Rundgang durch das Theater vor der Vorstellung. Brandwachen sind im Einsatz, um unerwünschten, automatischen Schutzmaßnahmen zuvorzukommen. 

Kommt das Wort Nibelungen von Nebel? Das Kleine Nibelungen-Glossar des Theaters erklärt: „Zunächst ist ‚Nibelungen‘ der germanische Name für die dämonischen Besitzer eines großen Hortes […] Später geht das Wort auf Siegfrieds Leute und nach ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

BTR Ausgabe 4 2019
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 50
von Juliane Schmidt-Sodingen

Weitere Beiträge
Moderne Theaterbauten 1960 bis 2020

Das Opernhaus ist ein Relikt aus der Vergangenheit, so das provokante Resümee von Nicholas Payne, Direktor von Opera Europa, dem Verband europäischer Opernhäuser. Das Äußere der Häuser wird bei Neubauten immer extravaganter, das Innere hat sich seit 400 Jahren in der Struktur bis auf wenige Ausnahmen nur unwesentlich verändert. Nach einem historischen Überblick...

Magazin 4/2019

Sanierung in Greifswald 

Die Sanierung im Theater Greifswald soll nun 2021 beginnen, doch die bislang eingeplanten 24 Millionen Euro reichen dafür nicht aus. Noch vor einem Jahr hieß es von der Stadtverwaltung, dass 2020 mit den dringend notwendigen, -bereits mehrfach verschobenen -Sanierungsarbeiten begonnen -werden soll. Inzwischen hält die Stadtverwaltung einen...

Head and hands above the rest

This summer’s Bregenz Festival featured Giuseppe Verdi’s eerily beautiful opera “Rigoletto” on the floating stage. The set concept by director and designer Philipp Stölzl – consisting of disembodied parts of a giant marionette – impressively reflects the fate of the eponymous character. The technically elaborate, moving stage set drew the audience into a world of...