„Jetzt muss auch mal eine grüne Bazooka her“
Die Spannung war groß. Nach drei Jahren der Vorbereitung stellte der designierte Intendant der Oper Leipzig, Tobias Wolff, gemeinsam mit seinem künstlerischen Leitungsteam am 24. März 2022 seinen ersten Spielplan vor. So gibt es jetzt die Sparte „360°“, mit der das neue Team alle Menschen und Generationen der Leipziger Stadtgesellschaft erreichen und sich mit Themen wie Diversität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit auseinandersetzen will.
Startpunkt ist eine Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit und Theater, große Jugendprojekte wie „Stadtteiloper“ und „Future: NOW!“ sowie Vorstellungen mit Audiodeskription als Novität in der Oper. Zahlreiche neue Formate für Zielgruppen aller Altersstufen unter Titeln wie „Venus-Nächte“ oder „Quick & Dirty“ runden das Programm ab.
Die Pressekonferenz fand in den Dekorationswerkstätten der Oper Leipzig in der Dessauer Straße statt. „Das Handwerk ist eine tragende Säule unseres Theaterbetriebs. Wenn wir zukünftig im Sinne der Nachhaltigkeit stärker ressourcenschonend mit vorhandenen Materialien arbeiten wollen, brauchen wir exzellente Handwerker:innen!“, begründete Wolff die Wahl des Ortes. Der Intendant und Erster Betriebsleiter der Oper Leipzig ist ...
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BTR Sonderband 2022
Rubrik: Bau / Betrieb, Seite 54
von Wesko Rohde
Geht es um die nachhaltige Produktion am Theater, sind Angst und Skepsis anfänglich oft groß, schließlich ist die künstlerische Freiheit ein hohes Gut – und ein möglichst unerschöpflicher Fundus an kreativen Ideen soll deren Nährboden bilden. Auf unseren Bühnen werden aktuelle, brisante Themen behandelt, von der Rampe herab wichtige und richtige Botschaften...
Das Spielhaus des Nationaltheaters (NTM) am Mannheimer Goetheplatz ist in die Jahre gekommen. Längst wird der Betrieb als Versammlungsstätte unter Brand- und Arbeitsschutzrechtlichen Auflagen nur noch zeitlich begrenzt geduldet – unter der Bedingung, dass eine umfassende Generalsanierung durchgeführt wird. Die steht nun unmittelbar bevor: Passend zum Beginn der...
Natürlich ist die klassische Guckkastenbühne nicht tot! Und natürlich sind alternative Spielstätten mit großem Studiocharakter – ich denke da insbesondere ans Bockenheimer Depot oder Dresden Hellerau – und andere Formate in alten Industriehallen oder in eben anderen besonderen Orten für Theatermenschen von großem Interesse. Sie bleiben aber die Orchideen in der...
