Der passende Klang für jeden Raum

Das Thema „Variable Raumakustik“ ist nicht neu, hat aber in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Noch vor einigen Jahrzehnten wurde in Spielstätten entsprechend ihrer Bestimmung inszeniert: Oper im Opernhaus, Konzerte im Konzerthaus, Theaterstücke im Theater etc. Heute müssen viele Häuser für verschiedene Nutzungsformen gerüstet sein. Der Autor stellt Produkte der Gerriets GmbH vor, mit denen sich unterschiedliche Nachhallzeiten einrichten lassen.

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Die Programmvielfalt nimmt zu: In Opernhäusern stehen auch Musicals auf dem Spielplan, die akustisch eine völlig andere Umgebung benötigen als die klassische Oper. Auch Rock- und Popmusik erobern die Theaterbühnen, wie zum Beispiel Die Toten Hosen mit ihrem „Unplugged“-Konzert im Wiener Burgtheater.

Beim Neubau vieler Kulturbauten der letzten Jahre wurde daher vermehrt auf den Einbau variabler Akustikmaßnahmen gesetzt, die eine vielfältigere Nutzung der Räume ermöglichen.

In der gerade neu eröffneten Elbphilharmonie wurden beispielsweise in beiden Sälen variable Absorber eingesetzt, wie auch im aktuellen Berliner Prunkstück, im Pierre Boulez Saal der Barenboim-Said Akademie oder im Dresdner Kraftwerk Mitte. Der wohl wichtigste Faktor bei der akustischen Planung und Betrachtung von Räumen ist die Nachhallzeit, weil damit der oft als „Hall“ bezeichnete Raumeindruck in einer messbaren Größe ausgedrückt wird. Im Gegensatz zu den meisten anderen raumakustischen Maßeinheiten ist die Nachhallzeit eines Raums auch von Laien leicht erkennbar und meistens deutlich wahrnehmbar.

Die Nachhallzeit

Laut Definition wird mit Nachhallzeit diejenige Zeit beschrieben, in der ein Signal komplett bis ...

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BTR Sonderband 2017
Rubrik: Thema: Technologien, Seite 112
von Jonas Schira

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