Weite Aussichten auf historischem Sockel

Seit ihrer Eröffnung im Januar 2017 hat die Elbphilharmonie viele Tausende Besucher aus aller Welt angelockt. Der Konzertsaal in luftiger Höhe sorgte für Aufsehen und Erstaunen. Wie entstand die Idee, einen Konzertsaal auf den Speicher zu bauen, wie verlief der lange Weg von der ersten Skizze bis zur Fertigstellung gut zehn Jahre später? Wir berichten auf der Grundlage der Projektbeschreibung der Architekten Herzog & de Meuron, die wir mit aktuellen Informationen ergänzen.

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Die Elbphilharmonie Hamburg liegt an der westlichen Spitze der neuen HafenCity, des größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekts Europas, und in unmittelbarer Nachbarschaft des Welterbes Speicherstadt und des Kontorhausviertels mit dem Chilehaus. Dieser Ort soll in Zukunft für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt zu einem neuen Zentrum des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens werden.

Nicht nur mit der spektakulären Architektur, sondern auch die Verbindung aus drei Konzertsälen, einer öffentlich zugänglichen Plaza auf 37 Meter Höhe mit Blick über Hamburg und den Hafen, einem Bereich zur Musikvermittlung, Gastronomie und einem Hotel soll die Elbphilharmonie zu einem Haus für alle werden.

Der Kaispeicher A, ein trutziges Backstein-Lagergebäude von 1963, dient als Gebäudesockel für den gläsernen Neubau der Elbphilharmonie. Es hätte dem Hamburger Architekten Werner Kallmorgen sicher gefallen, dass sein Speicher zum Fundament eines Konzerthauses wird. Schließlich hatte er gleich nach dem Zweiten Weltkrieg mehreren Theaterbauten – darunter dem Altonaer Theater und dem Thalia Theater am Alstertor – zu neuem Glanz verholfen. Bis zum Ende des letzten Jahrhunderts ...

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BTR Sonderband 2017
Rubrik: Thema: Neu- und Umbauten, Seite 28
von Herzog & de Meuron und Karin Winkelsesser

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