„Ziemlich offener Raum“
BTR: Philippe Quesne, bei einem neuen Stück steht bei Ihnen meist der Titel vor allem anderen, der Rest entwickelt sich später. Wie war das bei „Vampire’s Mountain“?
Philippe Quesne: Ja, ich schreibe die Stücke erst während der Proben. Das hat mehrere Gründe, aber die Idee zu „Vampires Mountain“ kam eigentlich durch die Einladung vom Deutschen Schauspielhaus und die Begegnung mit diesem besonderen Theaterraum.
Ich hatte schon früher überlegt, etwas über Vampire zu machen, aber diese alte Architektur im Schauspielhaus mit all ihrem Stuck und Gold beschwor diese Welt der Untoten geradezu herauf. Ich mag das Horrorgenre sehr.
Sie zitieren auf drei großen Prospekten Caspar David Friedrich, einer der bedeutendsten Maler der Romantik. Hatten Sie die Idee dazu schon von Anfang an?
Nein, nicht sofort. Zunächst gab es diese Idee einer kleinen Gemeinschaft von Vampiren, die aus der Erde heraussteigt und sich in einer künstlichen Natur wiederfindet. Bei meinem Theater ist die Frage des Bühnenbilds superwichtig und auch entscheidend für den Schreibprozess. Hier, angesichts der wirklich sehr großen (sowohl in der Breite als auch in der Tiefe) Schauspielhausbühne, suchte ich nach einer ...
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BTR Ausgabe 1 2026
Rubrik: Produktionen, Seite 33
von Julia Röseler
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