Ein Flügel für den „Ring“
In der Berliner „Ring“-Neuinterpretation von Regisseur Stefan Herheim wurden mehrere Bühnenbildelemente – wie Koffer, Seidentücher und nicht zuletzt ein Konzertflügel – zu intensiven und abwechslungsreichen Bildwelten komponiert. Dabei waren das präzise Ineinandergreifen und Zusammenwirken von Menschen und Maschinen, Licht und Projektionen elementar. Zu Beginn der Herstellung der Bühnenbildteile war das Regiekonzept für alle Opern noch nicht fertig, zahlreiche Anforderungen ergaben sich erst sukzessive.
Die äußere Form
Schon die Form des Flügels gab Anlass zu einigen umfangreichen Recherchen: Der Wunsch des Kreativteams war es, einen absolut visuell glaubwürdigen Flügel zu bauen, der auch von instrumentenkundigem Publikum nicht als Nachbau erkennbar sein sollte. Daher begann die Suche zusammen mit Co-Bühnenbildnerin Silke Bauer nach einer Flügelform, die es erlaubte, einen möglichst großen rechteckigen Versenkungsschacht innerhalb der Geometrie herzustellen. Nach intensiver Suche stellte sich das Modell „Bösendorfer“ als optimal heraus, da es nur eine moderate Verjüngung aufweist und damit im Grundriss den meisten Raum zur Verfügung stellte. Auf Basis dieser Flügelform wurde ein ...
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BTR 2 2023
Rubrik: Licht, Ton, Produktionen, Seite 43
von Christian Spratte
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BTR: Was für eine Tätigkeit üben Sie am Brandenburger Theater aus und wie lange arbeiten Sie schon am Haus?
Anke Schwalm-Bölsche: Seit 2003 arbeite ich hier als Inspizientin und Notenbibliothekarin, von 1986 bis 1988 sowie von 1993 bis 1999 habe ich als Chorsängerin gearbeitet.
Sören Stanchera: Ich bin hier als Tontechniker beschäftigt. Zu unseren Aufgaben in der...
