Venedig geht auf Reisen
Einmal den Canal Grande entlangschippern, unter der Rialto-Brücke hindurchfahren und an Venedigs Palästen vorbei. Die Serenissima aus der Vogelperspektive sehen, jedes Detail erfassend, als besäße man Adleraugen. Oder der Basilica San Marco in Originalgröße gegenüberstehen. Und das alles, ohne das Ökosystem der Lagune zu belasten.
Möglich wird das, weil jetzt mit der immersiven Ausstellung „Venise révélée“ („Venedig offenbart“) Venedig sozusagen auf Reisen geht und praktisch zu einem kommt – mit gigantischen Videoinstallationen, interaktiven Spielen, Anamorphosen auf riesigen, über den Köpfen der Besucher schwebenden Bildschirmen, Fotorealismus und röntgenartigen Darstellungen der Architektur.
„Venise révélée“ ist eine Produktion des Grand Palais Immersif, einem Ableger des Grand Palais, der sich darauf spezialisiert hat, klassische Kunst und Architektur zu digitalisieren. Auf Tournee gehen soll das Werk – wir haben es hier durchaus mit digitaler Kunst zu tun – später auch. Doch zunächst bis Februar 2023 bespielt es einen mysteriösen Rückraum der Bastille-Oper, wo die gotische Architektur der Lagunenstadt auf nackten Beton prallt. Es ist ein reizvoller Kontrast. Geschickt stellten ...
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BTR 5 2022
Rubrik: Ausstellungen und Tagungen, Seite 74
von Thomas Hahn
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Konzerthalle für New York
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