Unter freiem Himmel
Zahlreiche Gäste tummeln sich zur Ausstellungseröffnung am 15. Mai im Lichthof des Baukunstarchivs NRW. Georg Ruhnau, der Sohn Werner Ruhnaus, ist mit einigen Menschen in einem Sitzensemble des Musiktheaters im Revier im Gespräch und signiert Ausstellungskataloge. Die Möbel sind eine Leihgabe aus dem Opernhaus in Gelsenkirchen, das wohl als Ruhnaus berühmtester Bau gelten darf. Dort finden sich die Sitzgruppen im Foyer des großen Hauses.
Alle anderen Exponate von Zeitungsausschnitten über Videodokumente, Fotos, Architekturskizzen, Bauzeichnungen, Briefwechsel und Manifeste bis hin zu den Modellen stammen aus dem Nachlass Werner Ruhnaus. Der Kunsthistoriker Christian Welzbacher hat die Ausstellung kuratiert und gleich im Eintrittsbereich zum Lichthof ein Pollock’s Toy Theatre auf einem Sockel platziert. Das kleine Spielzeugtheater einer klassischen Guckkastenbühne steht so den raumgreifenden und visionären Entwürfen Ruhnaus gegenüber. Das Souvenir einer Englandreise fand sich ebenfalls im Nachlass Ruhnaus. In der Ausstellung steht es symbolisch als Konzentrat für das, was Ruhnau verändern wollte, indem er sich mit den Zusammenhängen zwischen Spiel und Theater, Gesellschaft und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 3 2025
Rubrik: Ausstellungen und Messen, Seite 64
von Antje Grajetzky
Grammatik der Bühne
Eine Gespenster-Geschichte
von Karl Kneidl
270 Seiten, durchgehend farb. Abb., gebunden. ISBN 978-3-205-22035-0
Böhlau Verlag, Wien 2025 EUR 45,00
Karl Kneidl (*1940) zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Bühnenbildnern im deutschen Sprachraum. Er hat mit Peter Zadek, Hans Neuenfels, Pina Bausch, Heiner Müller, Matthias Langhoff u....
Nach Corona haben sich die Technischen Direktor:innen wieder zusammengefunden und treffen sich seitdem regelmäßig in unterschiedlichen Formaten. Ein initiales Treffen fand zunächst im Februar 2024 in Hannover statt, dem folgte im Juni des gleichen Jahres ein Treffen bei der Bühnentechnischen Tagung (BTT) in Bochum. Daraus hat sich in der Zwischenzeit ein üblicher...
„Faust 1 & 2“
Ein Abend voller visueller Effekte: Goethes Werk läuft am Schauspiel Frankfurt in einer Fassung von Jan-Christoph Gockel und Claus Philipp. Die Reise von Faust und Mephisto geht durch die „große“ und „kleine Welt“. Die Inszenierung verortet diese Berg- und Talfahrten in einem Vergnügungspark. In einer „rauschhaften und gleichzeitig bitterbösen Fahrt“...
