Kreativität als Antwort auf Krisen

Das Festival „Radikal jung“ 2025 am Münchner Volkstheater wirkte wie ein Transformator, der das Leiden der Nachwuchsregie an der globalen und lokalen Politik in künstlerische Kraft verwandelt. Vom 27. April bis zum 4. Mai 2025 gab es in München 14 eingeladene Produktionen zu sehen

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Harmlose Erzählungen sind derzeit tendenziell passé, ebenso die leere Bühne. Filmische Mittel und Sounds lassen sich kaum mehr vom Theater wegdenken; die Ausstattung fällt meist opulent aus. Je größer das Kriegsgetümmel draußen wütet, so scheint es, desto üppiger gestalten sich die Requisitenschlachten. Kriege, Krisen, Etatkürzungen: Politische Erschütterungen sind am Theater angekommen. In der Pressekonferenz am 13. März beklagte Christian Stückl die Umstrukturierungen sowie Aussetzungen von Tariferhöhungen der lokalen Kulturpolitik.

Insgesamt erschien diesmal das „Radikal jung“-Festival kompakter: Es wurden ausschließlich die drei Bühnen und Räumlichkeiten des Hauses genutzt, auch für das umfangreiche Rahmenprogramm. Im Foyer wurde zudem eine Holzhütte aufgebaut, aus der täglich Live-Podcasts ausgestrahlt wurden. Für Nachgespräche und Diskussionen gab es wieder ein Festivalzelt im Innenhof. Ein Jahr Planung und Disposition des Künstlerischen Betriebsbüros, das von Utto Kammerl geleitet wird, war der Festivalwoche vorausgegangen. Dem Intendanten und dem Einsatz seines ganzen Teams ist es zu verdanken, dass von diesem interkulturellen Fest der Sinne ein wichtiger Impuls zum ...

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BTR Ausgabe 3 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 26
von Eva Maria Fischer

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