Ein neues Verständnis von Betrieb
Stellt euch Folgendes vor: In einem großen deutschen Theater kann fast die Hälfte der eingesetzten Energie – also 48 Prozent – eingespart werden. Ohne Neubau, ohne Verzicht auf Wohlfühltemperaturen, ohne massive technische Eingriffe oder Umbauten. Einfach nur, indem man das Gebäude so betreibt, wie es tatsächlich genutzt wird. In anderen, vergleichbaren Häusern, darunter auch frisch sanierte bzw. ertüchtigte Häuser, lag die Einsparung immer noch bei rund 30 Prozent. Was diese Zahlen bedeuten, ist kaum zu überschätzen.
Sie beweisen, dass wir unsere Theater – und im Grunde wahrscheinlich alle öffentlichen (Kultur-)Gebäude – seit Jahrzehnten falsch betrieben haben. Der Sanierungsstau ist unzweifelhaft hoch, aber nicht zwingend Schuld an hohen Verbräuchen. Die Ursachen liegen tiefer: nicht zwingend in der veralteten Technik, sondern in ihrer falschen Einstellung, im Fehlbetrieb und in starren Verwaltungsstrukturen. Wir haben gelernt, nach Vorschriften zu handeln – aber verlernt, unsere Gebäude zu lesen. Die eigentliche Energiekrise spielt sich also nicht im Heizungskeller ab, sondern in unseren Köpfen – und sie lässt sich beheben, sobald wir beginnen, unsere Häuser wirklich zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 6 2025
Rubrik: Bau und Betrieb, Seite 18
von Wesko Rohde
Oliver Brendel studierte von 1979 bis 1984 Bühnenbild bei Prof. Achim Freyer an der Hochschule der Künste Berlin. Noch während des Studiums arbeitete er als Bühnenbildassistent mit Freyer und Axel Manthey. Als freiberuflicher Bühnenbildner entwarf und realisierte er seit 1985 Produktionen für Oper und Schauspiel.
Claudia Assmann: Oliver Brendel, das UdK-Theater in...
Die diesjährige Ausgabe der LEaT con fand erstmals in zwei Hallen auf dem Hamburger Messegelände statt und begrüßte 8500 Besucher. Das begleitende Programm aus Panels und Workshops wurde ebenfalls deutlich erweitert. Auch Jens Langner, Business Development Manager (DACH) bei Robe, moderierte ein Panel. Mit Alexander Ostermaier (fwd:), Marcel Fery (TSE) und Frederic...
Ein drittes Mal – nach Hans Werner Henzes „Das Floß der Medusa“ (BTR 6/2023) und Georg Friedrich Händels „Messias“ (BTR 6/2024; 1/2025) – eröffnete die Komische Oper Berlin ihre neue Spielzeit im Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Regisseur Andreas Homoki hatte sich für seine neue Regiearbeit „Jesus Christ Superstar“ (Uraufführung 1971 in New York)...
